Französischer Doppelerfolg beim Biathlon-Saisonfinale in Oslo
Nach dem Triumph der Französin Lou Jeanmonnot am Vortag hat nun auch ihr Landsmann Éric Perrot den Sieg im Biathlon-Gesamtweltcup der Männer errungen. Beim Saisonfinale in der norwegischen Hauptstadt Oslo sicherte sich der 24-jährige Franzose vorzeitig den prestigeträchtigen Gesamttitel. Damit setzt sich eine französische Dominanz fort, nachdem bereits Jeanmonnot als Nachfolgerin der deutschen Vorjahressiegerin Franziska Preuß triumphierte.
Perrot trotz Strafrunde nicht mehr einzuholen
Im entscheidenden Sprintrennen leistete sich Éric Perrot zwar eine Strafrunde, erreichte aber dennoch einen soliden dritten Platz. Mit einer Rückstand von 4,6 Sekunden auf den Tagessieger Sturla Holm Laegreid aus Norwegen war dies mehr als ausreichend, um den Gesamtweltcup vorzeitig zu gewinnen. Der norwegische Vorjahressieger Laegreid hatte zwar keine Chance mehr, seinen Titel zu verteidigen, sicherte sich aber immerhin die Disziplinenwertung im Sprint für die kommende Olympiasaison.
Zweiter in Oslo wurde Perrots Teamkollege Émilien Jacquelin, was den französischen Doppelerfolg beim Saisonfinale unterstreicht. Die französische Biathlon-Nation demonstrierte damit eindrucksvoll ihre Stärke in der aktuellen Saison.
Deutsche Biathleten verpassen die Top-Plätze
Bester von insgesamt acht deutschen Startern war Philipp Nawrath. Der 33-Jährige zeigte zwar eine perfekte Schießleistung mit zehn Treffern, konnte aber auf der Loipe nicht mit der Weltspitze mithalten und landete auf dem achten Platz. Das Podest verpasste er deutlich um 31,7 Sekunden.
„Das ist schwer zu erklären. Ich war heute nicht ganz so frisch auf der Runde“, analysierte Nawrath im ZDF-Interview. „In der letzten Runde ist mir leider ein bisschen der Dampf ausgegangen.“ Für das anstehende Verfolgungsrennen am Samstag besitzt Nawrath mit seiner Platzierung jedoch eine gute Ausgangsposition.
Weitere deutsche Hoffnungen erfüllten sich nur teilweise: Philipp Horn musste zwei Strafrunden absolvieren, während Justus Strelow einen Schießfehler beging. Beide schafften es dennoch unter die besten 15. Ein besonderes Debüt feierte der 23-jährige Franz Schaser, der bei seinem ersten Weltcup-Einsatz alle zehn Schüsse traf und damit erste Punkte sammelte.
Die übrigen deutschen Starter hatten mit den vorderen Platzierungen nichts zu tun und konnten sich nicht in den Punkterängen platzieren. Damit setzt sich eine enttäuschende Saison für das deutsche Biathlon-Team fort, das sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern die Top-Plätze im Gesamtweltcup verpasste.



