Franziska Preuß verpasst erneut olympische Medaille - Umzug ins Einzelzimmer nach Magenproblemen
Preuß ohne Olympia-Medaille - Umzug ins Einzelzimmer

Preuß erneut ohne olympische Medaille - Umzug ins Einzelzimmer nach Magenproblemen im Team

Franziska Preuß muss weiterhin auf ihre erste olympische Einzelmedaille warten. Auch im Sprint von Antholz verpasste Deutschlands Nummer eins im Biathlon das Podium. Eine Strafrunde kostete die Gesamtweltcupsiegerin der Vorsaison wertvolle Zeit, sodass sie lediglich Platz sieben erreichte. Die Enttäuschung war der 31-Jährigen deutlich anzumerken.

Neue Unterkunftssituation nach Magenproblemen

Preuß bezieht mittlerweile ein Einzelzimmer in der Teamunterkunft. Grund dafür sind Magenprobleme bei ihren Teamkolleginnen Janina Hettich-Walz und Vanessa Voigt. „Bei mir ist es stabil“, erklärte Preuß. Während Hettich-Walz nicht antreten konnte, stand Voigt trotz gesundheitlicher Einschränkungen am Start. Die sechs deutschen Biathletinnen hatten sich zuvor ein großes Apartment geteilt.

Sportdirektor Felix Bitterling gab Entwarnung: „Wir gehen nicht davon aus, dass es ein Virus war, sondern sie etwas Falsches gegessen haben. Es war auch nur eine Nacht.“ In der gemeinsamen Unterkunft waren auch eine tschechische Athletin und ein Betreuer betroffen.

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Schwierige Ausgangslage für die Verfolgung

Nach 7,5 Kilometern hatte Preuß einen Rückstand von 1:00,1 Minuten auf die siegreiche Norwegerin Maren Kirkeeide. „Man kann nicht immer gewinnen, ich hänge etwas in den Top Ten hinten fest“, resümierte die Biathletin. Für das Jagdrennen am Sonntag lautet ihre Devise: „Das Thema Medaille komplett auszublenden und im Hier und Jetzt zu sein. Es braucht ein perfektes Rennen, das ist das Ziel.“

Voigt zeigt starke Schießleistung trotz Magenproblemen

Vanessa Voigt wurde als zwölftbeste Deutsche zweitbeste im Team. Die Thüringerin blieb erneut fehlerfrei und hat damit in ihren bisherigen drei Olympia-Rennen nicht einmal daneben geschossen. „Bis um 10.00 Uhr war mein Start gar nicht so ganz klar. Ich bin absolut stolz, weil mehr war heute absolut nicht machbar“, sagte Voigt.

Norwegerin Kirkeeide triumphiert im Sprint

Maren Kirkeeide verwies in einem packenden Fernduell die ebenfalls fehlerfreie Französin Océane Michelon um 3,8 Sekunden auf Silber. Bronze sicherte sich die Gesamtweltcupführende Lou Jeanmonnot aus Frankreich, die trotz einer Strafrunde ihre dritte Medaille im dritten Rennen holte.

Deutsche Nachwuchsathletinnen bei Olympia-Debüt

Julia Tannheimer erlebte bei ihrem Olympia-Debüt eine gemischte Premiere. Die 20-Jährige brachte sich im Liegendschießen mit zwei Strafrunden um ein besseres Ergebnis, blieb stehend dann aber fehlerfrei und wurde 20. Selina Grotian, die kurzfristig für Hettich-Walz ins Team gerutscht war, musste sich mit Rang 52 zufriedengeben.

Letzte deutsche Sprint-Medaille von Dahlmeier

Die letzte deutsche Olympia-Medaille im Sprint der Frauen holte Laura Dahlmeier mit Gold 2018 in Pyeongchang. Die Biathletin war im vergangenen Juli bei einem Bergunfall gestorben. Auf eine Nachfolgerin muss der Deutsche Skiverband weiter warten.

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