Raimund jubelt über ersten Weltcup-Sieg nach Disqualifikation von Prevc
In Lahti hat Philipp Raimund einen historischen Moment im Skispringen erlebt. Der Olympiasieger von der Normalschanze feierte seinen ersten Weltcup-Erfolg, nachdem Domen Prevc disqualifiziert wurde. Der Slowene sprang im einzigen Durchgang mit 129 Metern die beste Weite, wurde aber im Nachgang aufgrund eines um einen Zentimeter zu langen Skis im Verhältnis zum Körpergewicht ausgeschlossen. Raimund landete bei 122,5 Metern und sicherte sich damit den Sieg.
Prevcs Triumph im Gesamtweltcup trotz Rückschlag
Domen Prevc konnte dennoch jubeln, denn er gewann den Gesamtweltcup. Der zweitplatzierte Japaner Ryoyu Kobayashi kam in Lahti nur auf Rang sechs, was Prevcs Vorsprung festigte. Innerhalb von 363 Tagen hat der 26-Jährige nun den WM-Titel, die Vierschanzentournee, die Skiflug-WM, Olympia-Gold und die große Kristallkugel für den Weltcup-Besten errungen. Diese Leistung wurde zuletzt nur vom Finnen Matti Nykänen Anfang der 1980er Jahre erreicht.
Raimunds Aufstieg und deutsche Beteiligung
Philipp Raimund, 25 Jahre alt und aus Oberstdorf, jubelte nach der Bekanntgabe der Disqualifikation über seinen Premieren-Sieg im Weltcup. Zuvor hatte er bei den Olympischen Winterspielen in Predazzo überraschend die Goldmedaille gewonnen. Die deutschen Springer Pius Paschke (Platz 13), Karl Geiger (23.), Andreas Wellinger (38.), Luca Roth (41.) und Felix Hoffmann (44.) konnten beim einzigen Sprung von der Großschanze nicht mit den vorderen Rängen mithalten.
Dieser Sieg markiert einen wichtigen Meilenstein in Raimunds Karriere und unterstreicht die Dynamik im internationalen Skispringen, wo Regeln und Präzision oft über Sieg und Niederlage entscheiden.



