Skispringer Raimund erlebt überraschende Wende nach Fan-Zoff bei Olympia
Der deutsche Skispringer Philipp Raimund hat nach den unschönen Vorfällen bei den Olympischen Winterspielen eine überraschend positive Entwicklung erlebt. Der Goldmedaillengewinner von der Normalschanze wurde während des Wettbewerbs von slowenischen Fans verspottet, doch nun meldeten sich zahlreiche Unterstützer aus Slowenien bei ihm, um sich zu entschuldigen.
Viele Entschuldigungen nach den Pöbeleien
„Ich muss ehrlich sein, zu meiner großen Freude ist genau das Gegenteil passiert“, erklärte Raimund gegenüber der slowenischen Sportzeitung Ekipa. Das Blatt hatte ursprünglich befürchtet, dass der Olympiasieger nach dem Fan-Zoff Opfer von Online-Belästigungen werden könnte. Stattdessen erhielt Raimund zahlreiche Nachrichten von slowenischen Fans, die ihn beruhigen und sich im Namen ihrer Landsleute entschuldigen wollten.
Der 25-jährige Athlet nahm diese Worte „sehr positiv“ auf. „Es gab viele Entschuldigungen im Namen der Landsleute, die mich belästigt hatten, und das weiß ich sehr zu schätzen“, betonte Raimund. Allerdings konnte er sich nicht mit jenen einigen, die die Vorfälle als harmlosen Scherz abtun wollten.
Der Auslöser der Kontroverse
Die ganze Angelegenheit begann, nachdem Raimund am Samstagabend den neunten Platz im Wettkampf von der Großschanze belegt hatte. Einige slowenische Fans riefen ihm schadenfroh „Nein, nein, nein“ zu. Diese Worte waren eine Anspielung auf einen Vorfall bei der Skiflug-Weltmeisterschaft in Oberstdorf Ende Januar, als Weltverbands-Kontrolleur Hubert Mathis dem slowenischen Springer Domen Prevc nach einem Ski-Fauxpas den Zugang zum Absprung-Bereich verweigerte.
Raimund hatte die Provokationen bei Olympia als „komplett unnötig“ bezeichnet und betont, dass er mit dem Vorfall um Prevc nichts zu tun habe. Nun erklärte er: „Glauben Sie mir, ich kann unterscheiden, ich bin keineswegs empfindlich, ich mache sehr viele Witze. Und was nach dem Springen am Samstag passiert ist, war schlecht und hässlich, das versichere ich Ihnen.“
Versöhnliche Worte für Slowenien
Trotz der unschönen Vorfälle betonte Raimund, dass sein Verhältnis zu den slowenischen Springern und zu Slowenien insgesamt einwandfrei sei. „Ich verstehe mich nicht nur super mit Domen, sondern mit allen Slowenen“, sagte der Athlet. Er wolle niemals einem ganzen Volk wegen einzelner Personen etwas übelnehmen.
Abschließend erklärte Raimund: „Ich liebe Slowenien immer noch, ich liebe die slowenischen Fans, Planica ist einer meiner Lieblingsorte.“ Diese versöhnlichen Worte zeigen, dass der Skispringer die Kontroverse hinter sich lassen und sich auf die sportlichen Herausforderungen konzentrieren möchte.



