Emotionale Momente bei Olympia: Raimunds Gold lässt ARD-Moderatorin weinen
Es war ein historischer Moment für den deutschen Skisport, der selbst erfahrene Kommentatoren aus der Fassung brachte. Philipp Raimund (25) holte völlig überraschend die Goldmedaille von der Normalschanze bei den Olympischen Spielen in Norditalien – und sorgte damit für einen der emotionalsten Momente dieser Winterspiele.
Tränen der Rührung im ARD-Studio
ARD-Moderatorin Lea Wagner (31) konnte ihre Gefühle bei Raimunds Sieg nicht zurückhalten. Vor lauter Rührung kamen der erfahrenen Sportjournalistin die Tränen, als der 25-Jährige seinen ersten Karriere-Sieg feierte. „Das ist ihm so zu gönnen“, erklärte Wagner später im ARD-Studio mit noch immer bewegter Stimme.
Die Moderatorin erinnerte sich an ein bewegendes Gespräch nach der Vierschanzentournee: „Philipp Raimund war damals so erkältet, dass er kaum sprechen konnte. Mit seiner krächzenden Stimme sagte er uns: ‚Es gibt ja noch ein Highlight, es gibt ja noch Olympia.‘ Und jetzt macht er das tatsächlich!“
Skisprunglegende Hannawald hofft auf weitere Emotionen
Skisprunglegende Sven Hannawald (51) kommentierte die emotionale Szene: „Bei seinem Erfolg haben wir sämtliche Regeln des TV-Programms gebrochen. Ich bin Tom Bartels ständig ins Wort gefallen. Es waren einfach Emotionen pur. Auch bei Lea.“
Hannawald fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Ich hoffe, Lea hat auch am Samstagabend wieder Pipi in den Augen!“ Der ehemalige Weltmeister betonte jedoch auch die starke Konkurrenz aus Slowenien, Österreich, Japan und Norwegen, die auf Raimund wartet.
Raimund peilt nächste Medaille an
Der frischgebackene Olympiasieger zeigt sich selbstbewusst für den nächsten Wettkampf: „Ich bin im Sommer auf der Großschanze hier noch besser zurechtgekommen als auf der Normalschanze. Cool bleiben und dann sehen wir schon“, sagte Raimund nach dem letzten Training.
Interessanterweise ließ der Goldmedaillengewinner seinen letzten Trainingssprung aus – nachdem er zuvor Platz 3 und 4 belegt hatte. Selbst Regen, der für den Abendwettkampf angesagt ist, macht ihm keine Sorgen: „Das stört mich nicht. Ich finde das sogar gut. Das ist ein besonderes Gefühl in der Anlaufspur, wenn es regnet, die Ski fahren dann auf einem Wasser-Film.“
Wellinger kämpft um Comeback
Während Raimund im absoluten Höhenflug ist, kämpft Andreas Wellinger (30) um sein Comeback. Bisher war die Saison für den Olympiasieger von 2018 enttäuschend verlaufen, doch in Italien nähert er sich allmählich wieder der Spitzengruppe an.
„Die Richtung bei mir stimmt, aber im Moment denke ich nur an den Wettkampf am Samstag. Danach schauen wir weiter“, erklärt Wellinger, der sich Hoffnung auf einen Platz im neu eingeführten Super-Team macht. Dieses ersetzt das traditionelle Team-Springen mit vier Athleten und besteht aus je zwei Springern jeder Nation mit insgesamt sechs Sprüngen.
Die olympische Premiere dieses Formats findet am Montag statt und verspricht weitere spannende Wettkämpfe im deutschen Skisprunglager.



