Olympiasiegerin Rebensburg mit Sonderlob für Überfliegerin Aicher
Die ehemalige Skifahrerin Viktoria Rebensburg spricht in einem exklusiven Interview über ihr eigenes Olympia-Rennen und bewertet die bisherige Leistung der deutschen Mannschaft bei den Winterspielen 2026. Als Expertin für Eurosport hat sie einen besonderen Blick auf die aktuellen Wettkämpfe.
Erinnerungen an den Gold-Triumph in Whistler
Rebensburg erinnert sich lebhaft an ihren Riesenslalom-Sieg 2010 in Whistler, der ihr erster Profi-Erfolg war. "Nicht täglich, aber wenn es um Olympische Spiele geht, dann denkt man natürlich wieder daran", sagt sie. Das Rennen musste wegen Nebels auf zwei Tage verteilt werden – eine einzigartige Erfahrung in ihrer Karriere. Nach dem ersten Lauf lag sie auf Rang fünf oder sechs, doch im zweiten Durchgang gelang der überraschende Sieg. "Es war alles völlig surreal", beschreibt sie den Moment, der ihr Leben veränderte und sie plötzlich in die Öffentlichkeit rückte.
Die besondere Rolle der Eltern und spätere Olympia-Erfahrungen
Eine besondere Geschichte rankt sich um ihre Eltern, die aufgrund eines nicht umbuchbaren Rückflugs das Gold-Rennen verpassten. Später waren Olympische Spiele wie Pyeongchang für Rebensburg enttäuschend, da der Wintersport dort weniger Begeisterung fand. "Ich habe damals ein Stück weit die Freude an Olympischen Spielen verloren", gesteht sie. Umso mehr freut sie sich jetzt auf die Wettkämpfe in Cortina, wo der Wintersport eine lange Historie hat.
Lob für die deutsche Mannschaft und Emma Aicher
Rebensburg zeigt sich beeindruckt von den deutschen Athletinnen. "Die Leistungen der beiden deutschen Athletinnen waren bislang wirklich stark", betont sie. Besonders hebt sie Emma Aicher hervor, die bereits zwei Silbermedaillen gewonnen hat. "Was sie hier gezeigt hat, war beeindruckend: diese Unbekümmertheit und Ruhe auf der großen Bühne. Das ist schon bemerkenswert". Auch Kira Weidle-Winkelmann erhält Anerkennung für ihre gute Leistung in der Team Kombi.
Aussichten für Lena Dürr und Fazit
Für Lena Dürr im Riesenslalom und Slalom sieht Rebensburg Potenzial. "Ich hoffe, dass sie die letzten Wochen genutzt hat, um wieder locker zu werden. In Cortina kann sie ohne großen Druck starten". Sie traut Dürr zu, zu überraschen und schnelles Skifahren zu zeigen, wobei ihre Stärke klar im Slalom liegt. Insgesamt blickt Rebensburg optimistisch auf die weiteren Wettkämpfe und ihre neue Rolle als Kommentatorin.



