Simon Eder beendet mit 43 Jahren seine Biathlon-Karriere nach 23 Jahren
Der österreichische Biathlet Simon Eder hat am Donnerstag im Rahmen des Saisonfinales im norwegischen Oslo seinen Rücktritt vom aktiven Sport verkündet. Der 43-Jährige wird damit nach 23 Jahren im Weltcup seine Karriere beenden. Die Wettkämpfe am berühmten Holmenkollen werden seine letzten sein, nachdem er in seiner langen Laufbahn an über 550 Karriererennen teilgenommen hat.
Österreich verliert zweites Aushängeschild innerhalb kurzer Zeit
Nur einen Tag nach dem Rücktritt von Lisa Hauser verliert der Österreichische Skiverband (ÖSV) mit Simon Eder ein weiteres langjähriges Aushängeschild. Eder, der im Biathlon-Weltcup vor allem für seine herausragenden Schießleistungen bekannt war und den Spitznamen "Meisterschütze" trug, blickt auf eine erfolgreiche Karriere zurück.
In Einzelrennen feierte der Salzburger drei Siege und erreichte 20 Podestplatzierungen. Zudem sicherte sich Eder bei internationalen Großereignissen beachtliche Erfolge:
- Zwei olympische Silbermedaillen im Teamwettbewerb
- Fünf Medaillen bei Weltmeisterschaften
- Teilnahme an fünf Olympischen Spielen
Lange Karriere mit Höhen und Tiefen
Bereits 2003 gab Simon Eder als Junioren-Weltmeister in Ruhpolding sein Debüt im Weltcup. Der große Durchbruch auf internationaler Ebene gelang ihm jedoch erst in der Saison 2008/09. In einem emotionalen Statement erklärte Eder seine Entscheidung: "Ich kann mir definitiv nichts vorwerfen. Mein Kopf ist sicher noch auf die gewisse Art und Weise willig, aber so eine lange Karriere hinterlässt körperlich einfach Spuren."
Der erfahrene Athlet resümierte weiter: "Ich habe jetzt fast alles, was der Biathlonsport zu bieten hat, gesehen bzw. erlebt. Bis zum heutigen Tag hatte meine Karriere immer Höhen und Tiefen, aber genau das hat die Erfolge umso schöner gemacht."
Abschied einer Biathlon-Persönlichkeit
Mit Simon Eder verabschiedet sich eine der prägendsten Persönlichkeiten des österreichischen Biathlonsports. Seine konstante Leistungsfähigkeit über mehr als zwei Jahrzehnte und seine speziellen Fähigkeiten am Schießstand machten ihn zu einem respektierten Konkurrenten und Vorbild für jüngere Athleten.
Die Entscheidung des 43-Jährigen markiert das Ende einer Ära im österreichischen Wintersport und hinterlässt beim Österreichischen Skiverband eine spürbare Lücke, die nur schwer zu füllen sein wird.



