Deutsche Skeleton-Frauen kämpfen um olympisches Gold in Cortina
Zur Halbzeit der olympischen Skeleton-Rennen der Frauen in Cortina d'Ampezzo präsentieren sich die deutschen Athletinnen in herausragender Verfassung. Das deutsche Trio liegt nach den ersten beiden Läufen allesamt unter den besten Vier und hat damit intakte Goldchancen für die abschließenden Rennen an diesem Samstag.
Hauchdünne Abstände an der Spitze
Olympia-Debütantin Susanne Kreher vom Dresdner SC befindet sich in einer äußerst vielversprechenden Position. Mit nur vier Hundertstelsekunden Rückstand liegt sie auf dem zweiten Platz hinter der führenden Österreicherin Janine Flock. Flock hatte im ersten Lauf zwischenzeitlich einen Bahnrekord aufgestellt, doch Kreher zeigte sich davon unbeeindruckt.
Jacqueline Pfeifer von der RSG Hochsauerland belegt derzeit den dritten Rang mit lediglich 0,13 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Die Silbermedaillengewinnerin von Pyeongchang 2018 und Weltcupsiegerin auf der neuen Bahn in Cortina aus dem vergangenen November setzte im zweiten Lauf mit einem eigenen Bahnrekord ein deutliches Zeichen.
„Der zweite Lauf war noch nicht perfekt, aber wesentlich besser. Ich kann noch viel besser fahren und bin entspannt für morgen“, kommentierte Pfeifer ihre Leistung in der ARD.
Erfahrene Athletinnen zeigen Stärke
Susanne Kreher, die 2023 überraschend Weltmeisterin in St. Moritz wurde und erst beim Weltcup-Finale auf ihrer Heimbahn in Altenberg das Olympia-Ticket löste, zeigte in Cortina starke Läufe. „Es hat super Spaß gemacht, das hat mich ein bisschen beflügelt“, sagte die 27-Jährige nach ihren Auftritten.
Auch die amtierende Olympiasiegerin von Peking, Hannah Neise vom BSC Winterberg, befindet sich auf Kurs. Die 25-Jährige liegt aktuell auf Rang vier mit 0,24 Sekunden Rückstand auf die Bronzemedaille. Damit bleiben alle drei deutschen Starterinnen im engen Medaillenkampf.
Spannende Aussichten für den Finaltag
Die engen Zeitabstände zwischen den führenden Athletinnen versprechen ein äußerst spannendes Finale an diesem Samstag. Die deutschen Skeleton-Frauen haben mit ihren konstant starken Leistungen bewiesen, dass sie zu den absoluten Favoritinnen auf die Medaillenränge gehören.
Die Kombination aus erfahrenen Olympionikinnen wie Pfeifer und Neise sowie der aufstrebenden Kreher macht das deutsche Team zu einem ernstzunehmenden Kontrahenten für die internationale Konkurrenz. Die abschließenden Läufe werden zeigen, wer sich am Ende die begehrten olympischen Medaillen sichern kann.



