Ski Alpin: Deutsche Abfahrer freuen sich auf Heimspiel auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen
Ski Alpin: Abfahrer brennen auf Heim-Rennen in GAP

Ski Alpin: Deutsche Abfahrer brennen auf Heim-Rennen in Garmisch-Partenkirchen

Nach fünf Jahren des Wartens ist es endlich wieder soweit: Am Samstag wird auf der legendären Kandahar in Garmisch-Partenkirchen eine Männer-Abfahrt im Weltcup ausgetragen. Für die deutschen Speed-Spezialisten bedeutet dies ein lang ersehntes Heimspiel vor heimischem Publikum.

Vorfreude und Erwartungen der Athleten

Romed Baumann, der erfahrene Routinier im deutschen Team, brachte die allgemeine Stimmung auf den Punkt: "Saucool", sagte er über die Rückkehr nach Garmisch-Partenkirchen, wo am Sonntag zusätzlich noch ein Super-G stattfinden wird. "Endlich wieder eine Abfahrt auf der heimischen Kandahar", betonte Baumann mit spürbarer Freude in seiner Stimme.

Die Kandahar gilt unter den Athleten als besonders anspruchsvolle Strecke. "Starthang, Felsenkurve, Tröglhang - du hast keine Zeit zum Durchschnaufen", beschrieb Baumann die Herausforderungen. "Dann das lange Gleitstück, wo man die Geschwindigkeit verwalten muss, und unten nochmal Action mit Eishang und Einfahrt in die Hölle. Es wird dir nicht fad auf dieser Piste."

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Die besonderen Herausforderungen der Kandahar

Luis Vogt, der für den SC Garmisch startet, hält die Kandahar sogar für unterschätzt. "Es ist oben brutal steil und im technischen Stück schwierig, schnell zu sein", analysierte der 24-Jährige. "Eishang, Hölle - da geht es auch nochmal richtig zur Sache. Zudem ist alles im Schatten, was es von der Sicht her besonders anspruchsvoll macht."

Angesichts der aktuell hohen Temperaturen erwartet Vogt "ein unruhiges Rennen", da die eigentlich sehr gut präparierte Piste unter den Bedingungen leiden könnte. Das deutsche Team hat sich laut Baumann noch einmal die "alten Videos" von der bislang letzten Weltcup-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen aus dem Jahr 2021 angeschaut, um sich optimal vorzubereiten.

Historischer Rückblick und aktuelle Ambitionen

Bei der letzten Austragung 2021 siegte Dominik Paris aus Italien vor Beat Feuz aus der Schweiz und Matthias Mayer aus Österreich. Der beste deutsche Fahrer war damals Dominik Schwaiger auf Rang zwölf, gefolgt von Romed Baumann auf Platz 14 und Simon Jocher auf Position 25 direkt hinter Andreas Sander.

Simon Jocher, der wie Luis Vogt für den SC Garmisch antritt, bekannte: "Ich freue mich wie ein Schnitzel auf die Rückkehr." Er betonte zudem den besonderen Wert des Heimvorteils: "Den Heimvorteil nutzen wir gerne und werden alles geben, um vor heimischem Publikum gute Ergebnisse zu erzielen."

Die letzte deutsche Siegerehrung auf der Kandahar datiert aus dem Jahr 2020, als Thomas Dreßen triumphierte. Dieses historische Ereignis gibt den aktuellen deutschen Fahrern zusätzliche Motivation, in Garmisch-Partenkirchen wieder an frühere Erfolge anzuknüpfen und das Publikum mit starken Leistungen zu begeistern.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration