Skicross-Weltcup: Hronek siegt trotz Sturz - Maier verpasst Halbfinale knapp
Skicross: Hronek siegt trotz Sturz, Maier patzt

Chaotisches Skicross-Finale in Kopaonik: Hronek triumphiert trotz Sturz

Der Skicross-Weltcup in Kopaonik, Serbien, bot am 27. Februar 2026 ein außergewöhnlich kurioses Rennen, das mit unerwarteten Wendungen und einem denkwürdigen deutschen Erfolg aufwartete. Während die Olympiasiegerin Daniela Maier enttäuschend ausschied, feierte Tim Hronek seinen ersten Weltcup-Sieg auf höchst ungewöhnliche Weise – und das, obwohl er im Finale gestürzt war.

Deutsche Doppelerfolg trotz Sturz im Finale

Im chaotischen Männerfinale lag Florian Wilmsmann zunächst in Führung, wurde jedoch vom Kanadier Reece Howden abgeräumt. Dieser Zusammenstoß löste eine Kettenreaktion aus: Auch Tim Hronek und der Kanadier Kevin Drury stürzten. Howden fuhr als Einziger regulär ins Ziel, wurde dort aber wegen des Fouls an Wilmsmann disqualifiziert. Hronek und Wilmsmann rappelten sich nach mehreren Minuten auf und konnten die Strecke zu Ende fahren, wo sie von ihrer überraschenden Podestplatzierung erfuhren.

Tim Hronek belegte damit den ersten Platz, Florian Wilmsmann wurde Dritter. Florian Fischer komplettierte das starke deutsche Ergebnis als Sechster. „Es fühlt sich super komisch an“, gestand Hronek nach dem Rennen. „Du hast einen Sturz und plötzlich bist du Erster. So wollen wir nicht Rennen fahren. Aber ich bin super happy, ich war richtig on fire. Es war der beste Tag für mich.“

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Enttäuschung für Olympiasiegerin Maier

Bei den Frauen erlebte Daniela Maier eine Woche nach ihrem Olympia-Gold eine herbe Enttäuschung. Die Deutsche lag in ihrem Viertelfinallauf bis kurz vor dem Ziel auf Halbfinal-Kurs, ehe die Konkurrenz doch noch an ihr vorbeizog. Im Fotofinish gegen die Französin Jade Grillet Aubert fehlten ihr nur wenige Zentimeter zum Weiterkommen. Maier beendete das Rennen als Neunte.

Diese Platzierung bedeutet einen Rückschlag im Kampf um die Gesamtwertung, zumal ihre schärfste Konkurrentin Sandra Näslund mit ihrem sechsten Saisonsieg 100 Punkte einfahren konnte. „Ich hatte den ganzen Weg nach unten ein Lächeln im Gesicht“, sagte die Schwedin, die nun 125 Punkte vor Maier liegt. Die Deutsche hat bereits am Samstag an selber Stelle die Chance zur Wiedergutmachung.

Verletzungen trüben den Erfolg

Der deutsche Erfolg wurde durch Verletzungen getrübt. Kevin Drury, der im Finale stürzte, hatte sich offenbar verletzt. „Es ist sehr schade für ihn, er ist so ein netter Kerl, er sah nicht gut aus“, zeigte sich Hronek betroffen. Auch der Deutsche Cornel Renn verletzte sich in Serbien schwer: Er stürzte in der Qualifikation am Freitag und zog sich eine Schulterfraktur zu.

Für Hronek war der Sieg eine besondere Genugtuung: „Eine Wiedergutmachung für letzte Woche“, wie er bekannte. Bei den Olympischen Spielen war er im Halbfinale von Peking-Olympiasieger Ryan Regez aus der Schweiz illegal ausgebremst worden.

Nach dem Rennen in Kopaonik stehen den Athleten noch fünf weitere Weltcup-Rennen in Österreich, Kanada und Schweden bevor. Die deutsche Mannschaft kann mit dem unerwarteten Doppelerfolg trotz der Enttäuschung bei den Frauen insgesamt zufrieden sein.

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