Saisonende auf Bayerns Bergen: Positive Bilanz und Verlängerung am Spitzingsee
Die Wintersportsaison in Bayern neigt sich dem Ende entgegen, doch viele Skigebiete blicken auf eine erfolgreiche Zeit zurück. Während in den kommenden Tagen zahlreiche Pisten schließen, verlängert das Skigebiet am Spitzingsee seine Betriebszeit noch einmal bis Karfreitag. Die Betreiber zeigen sich insgesamt zufrieden mit Besucherzahlen und Schneebedingungen, obwohl in höheren Lagen aktuell erhebliche Lawinengefahr herrscht.
Positive Bilanz in Voralpen und Bayerwald
In den Skigebieten Spitzingsee und Brauneck in den bayerischen Voralpen fällt die Saisonbilanz durchweg positiv aus. "Insgesamt liegen wir über die gesamte Saison hinweg in etwa auf dem sehr guten Vorjahresniveau", erklärt Julia Keck vom Bahnbetreiber beider Gebiete. Entscheidend dafür waren früher Schneefall und kalte Temperaturen Ende November sowie milde Weihnachtsbedingungen, die die Pisten gut überstanden. Die frühen Faschingsferien sorgten zusätzlich für Besucherandrang, da winterliche Verhältnisse auch im Tal herrschten.
Am Spitzingsee wurde die Saison aufgrund stabiler Schneelage und jüngster Schneefälle bis Karfreitag verlängert, was insgesamt 118 Betriebstage ergibt. "Die stabile Schneelage in Verbindung mit den jüngsten Schneefällen hat uns dazu bewogen, unseren Gästen noch zusätzliche Skitage anzubieten", sagt Antonia Asenstorfer, Geschäftsführerin der Alpenbahnen Spitzingsee. Am Brauneck endet der Betrieb nach 112 Tagen planmäßig.
Sudelfeld und Großer Arber mit Besucherrekorden
Im Skigebiet Sudelfeld bei Bayrischzell ist die Saison bereits beendet. Geschäftsführer Egid Stadler von den Bergbahnen Sudelfeld zieht eine positive Bilanz: "Grundsätzlich war es definitiv besser als die vergangenen zwei Saisons". In 107 Betriebstagen nutzten knapp 170.000 Besucher die Pisten – etwa fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings betont Stadler die Abhängigkeit von Kunstschnee: "Ohne Beschneiungsanlage wäre ein Skibetrieb heutzutage nicht mehr möglich".
Am Großen Arber im Bayerischen Wald läuft der Skibetrieb noch bis zum 6. April. Durch einen frühen Saisonstart im November kommen die Betreiber auf insgesamt 130 Betriebstage. "Bisher kamen rund 250.000 Gäste zum Skifahren an den 1456 Meter hohen Berg", berichtet Andreas Stadler von der Arber-Bergbahn. Auch hier ist Kunstschnee mittlerweile Standard: "Wir mussten natürlich auch mit Maschinenschnee unterstützen. Das ist aber auch schon normal geworden".
Lawinengefahr in höheren Lagen
Während in vielen Gebieten die Saison endet, herrscht in höheren Lagen der Alpen durch jüngste Schneefälle erhöhte Lawinengefahr. In den Werdenfelser und Allgäuer Alpen ab 1800 Metern gilt aktuell Gefahrenstufe vier, darunter Stufe drei. Dies betrifft auch die Zugspitze, wo theoretisch bis Anfang Mai Skifahren möglich wäre. Allerdings waren am Freitag aufgrund starken Schneefalls und schlechter Sicht keine Pisten geöffnet.
Im Skigebiet Garmisch-Classic endet die Saison dieses Wochenende. Die Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG zeigt sich dennoch zufrieden und spricht von "gut gefüllten Skipisten und bester Stimmung". Allein am Faschingsdienstag waren etwa 10.000 Besucher im Gebiet unterwegs. Auf der Zugspitze sorgte vergangene Woche die Sprengung eines Schlepplifts auf dem schmelzenden Schneeferner-Gletscher für Aufsehen.
Insgesamt zeigt die Saison 2026 in Bayerns Skigebieten ein gemischtes Bild: Während viele Betreiber mit Besucherzahlen und Schneebedingungen zufrieden sind, wird die Abhängigkeit von Kunstschnee immer deutlicher. Gleichzeitig sorgen späte Schneefälle in höheren Lagen für verlängerte Saisonzeiten, aber auch für erhöhte Sicherheitsrisiken durch Lawinengefahr.



