Skilanglauf-Drama in Drammen: Rydzek stürzt, Kläbo verletzt sich schwer
Skilanglauf: Rydzek gestürzt, Kläbo verletzt

Skilanglauf-Weltcup in Drammen endet mit dramatischen Stürzen

Der Skilanglauf-Weltcup im norwegischen Drammen hat am Wochenende mit schweren Rückschlägen für zwei der größten Stars der Szene geendet. Sowohl die deutsche Hoffnungsträgerin Coletta Rydzek als auch der norwegische Rekord-Olympiasieger Johannes Hösflot Kläbo mussten ihre Rennen vorzeitig beenden.

Rydzeks bitteres Viertelfinalaus nach unverschuldetem Sturz

Die 28-jährige Coletta Rydzek, die bei den Olympischen Winterspielen gemeinsam mit Laura Gimmler die Bronzemedaille im Teamsprint gewonnen hatte, erlebte im Sprint im klassischen Stil ein bitteres Ende. In der letzten Linkskurve vor der Zielgeraden kam es zu einer brenzligen Situation zwischen der Italienerin Iris de Martin Pinter und der Schwedin Linn Svahn.

Nachdem Svahn gestürzt war, konnte die nachfolgende Rydzek nicht mehr ausweichen und ging ebenfalls zu Boden. Während sich Svahn schnell wieder aufrappelte und auf den letzten Metern noch an Sofie Krehl vorbeizog, blieb Rydzek als Letzte ihres Laufs zurück und schied aus.

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Die deutsche Athletin belegte am Ende nur den 26. Platz, während ihre Teamkollegin Laura Gimmler den Sprung ins Finale schaffte und dort mit 4,01 Sekunden Rückstand auf die siegreiche Schwedin Jonna Sundling Rang fünf erreichte.

Kläbo erleidet schweren Sturz und muss aufgeben

Noch dramatischer verlief das Rennen bei den Männern. Der norwegische Dominator Johannes Hösflot Kläbo, der auf der Jagd nach seinem 112. Weltcuperfolg war, stürzte im Viertelfinale schwer. Nachdem der US-Amerikaner Bend Ogden im Positionskampf zu Boden gegangen war, fiel Kläbo über ihn und prallte mit dem Hinterkopf heftig auf den Boden.

Der 29-Jährige konnte sein Rennen nicht beenden und musste von einem Betreuer gestützt von der Strecke begleitet werden. Kläbo wurde schließlich auf Platz elf gewertet, während sein Landsmann Ansgar Evensen in einem überraschend engen Finale ohne die besten fünf der Qualifikation den Sieg davontrug.

Der beste deutsche Starter Jan Stölben landete auf dem 23. Rang.

Kleine Kristallkugel trotz Verletzung

Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls konnte sich Johannes Hösflot Kläbo eine positive Nachricht mitnehmen: Da auch seine größten Konkurrenten auf den vorderen Plätzen fehlten, sicherte sich der Norweger vorzeitig die kleine Kristallkugel für den besten Sprinter der Saison. Den erneuten Triumph im Gesamtweltcup hatte er bereits am vergangenen Wochenende perfekt gemacht.

Die Ereignisse in Drammen werfen nun Fragen nach der weiteren Saisonplanung der verletzten Athleten auf. Während Rydzek am Samstag in Lahti noch den dritten Platz belegt hatte, muss Kläbos Gesundheitszustand genau beobachtet werden, nachdem er so schwer auf den Kopf gestürzt ist.

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