Skiverbandspräsident sieht Zukunft des Sports in Asien und Arabien statt Europa
Skisport-Zukunft: FIS-Präsident setzt auf China und Saudi-Arabien

Skiverband plant strategische Neuausrichtung weg von Europa

Während in Bormio, dem traditionsreichen Skiort in den italienischen Alpen, olympische Wettbewerbe stattfinden, äußert sich der Präsident des Weltskiverbandes (FIS), Johan Eliasch, deutlich zur Zukunft seiner Sportart. Die alpinen Rennen in Italien bewertet er grundsätzlich als positiv, doch seine Vision für die kommenden Jahre und Jahrzehnte zeigt in eine andere Richtung.

Traditionelle europäische Skigebiete könnten an Bedeutung verlieren

Eliasch macht unmissverständlich klar, dass er den Skisport in Europa langfristig als Auslaufmodell betrachtet. Stattdessen identifiziert er China und Saudi-Arabien als die entscheidenden Wachstumsmärkte für die internationale Skiszene. Diese Aussage fällt genau in dem Moment, in dem Athletinnen und Athleten in Bormio um olympische Medaillen kämpfen – ein symbolträchtiger Kontrast zwischen Vergangenheit und geplanter Zukunft.

Der FIS-Präsident begründet seine Einschätzung mit der wirtschaftlichen Dynamik und dem investitionsfreudigen Umfeld in den genannten Regionen. Während europäische Skiregionen zunehmend mit den Folgen des Klimawandels, alternder Infrastruktur und stagnierenden Zuschauerzahlen zu kämpfen hätten, böten asiatische und arabische Länder neue finanzielle Möglichkeiten und das Potenzial für eine globale Expansion des Sports.

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Olympische Spiele als Sprungbrett für internationale Strategie

Die aktuellen Wettbewerbe in Italien dienen Eliasch offenbar als Plattform, um seine Vision für den Weltskiverband zu kommunizieren. Er betont, dass traditionelle Austragungsorte wie Bormio zwar weiterhin eine gewisse Rolle spielen werden, die strategische Priorität jedoch eindeutig auf der Erschließung neuer Märkte liege. Insbesondere China mit seinen ambitionierten Wintersport-Plänen und Saudi-Arabien mit seinen milliardenschweren Investitionen in Sportgroßveranstaltungen stehen im Fokus der Verbandsplanung.

Diese Neuausrichtung könnte tiefgreifende Konsequenzen für den gesamten Skisport haben. Von der Vergabe von Weltcup-Rennen über die Ausbildung von Nachwuchstalenten bis hin zur Vermarktung der Sportart – alle Bereiche würden von einer Verlagerung des Schwerpunkts nach Asien und in den arabischen Raum beeinflusst werden. Für europäische Skiorte bedeutet dies möglicherweise einen schrittweisen Rückgang an internationaler Bedeutung und wirtschaftlichem Einfluss.

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