Deutsches Snowboard-Duo kollidiert bei Olympia: Medaillentraum geplatzt
Bei den Olympischen Winterspielen in Livigno ist das deutsche Snowboardcross-Team nach einer folgenschweren Kollision im Viertelfinale ausgeschieden. Martin Nörl und Leon Ulbricht, die als Hoffnungsträger galten, kollidierten in einer engen Linkskurve mit dem US-Amerikaner Nick Baumgartner, was das vorzeitige Aus für beide deutsche Starter bedeutete.
Guter Start endet in enttäuschendem Crash
Leon Ulbricht hatte zunächst einen vielversprechenden Tag begonnen. In der Qualifikation zeigte er eine starke Leistung und sicherte sich als drittschnellster Fahrer einen Platz im Achtelfinale. Auch in dieser Runde blieb er ungeschlagen und schien auf Kurs für eine Medaille zu sein. Doch im Viertelfinale kam es zur Katastrophe: Nach einem guten Start fiel Ulbricht auf den dritten Platz zurück, und in der entscheidenden Kurve wurde es zu eng zwischen ihm, Nörl und Baumgartner. Ein Kontakt beendete alle deutschen Hoffnungen.
Martin Nörl äußerte sich enttäuscht über den Vorfall: „Das passiert. Es gibt vorher einen kurzen Kontakt mit dem Amerikaner und dann rutsche ich weg.“ Er kritisierte zudem, dass die Jury den Unfall nicht noch einmal überprüfte, was für das gesamte Team besonders ärgerlich sei.
Weitere deutsche Starter scheitern früh
Bereits im Achtelfinale mussten Julius Reichle und Niels Conradt ihre Olympia-Teilnahme beenden, sodass alle deutschen Snowboardcross-Fahrer vorzeitig ausschieden. Damit müssen die deutschen Snowboarder weiter auf die erste Medaille bei diesen Spielen warten, eine Enttäuschung für das Team nach den vielversprechenden Vorzeichen.
Die Goldmedaille im Snowboardcross holte wie schon bei den Spielen 2022 in Peking der Österreicher Alessandro Hämmerle, der seine Dominanz in dieser Disziplin unterstrich. Für Deutschland bleibt nun die Hoffnung auf bessere Ergebnisse in den kommenden Wettbewerben, während das Snowboardcross-Team die Lehren aus diesem Rückschlag ziehen muss.



