Selbstabräumer im Snowboardcross: Deutsche Hoffnungen bei Olympia zerstört
Snowboardcrosser räumen sich selbst ab - Olympia ohne Medaille

Selbstabräumer im Snowboardcross: Deutsche Hoffnungen bei Olympia zerstört

In einem verhängnisvollen Moment wurden die deutschen Medaillenträume im Snowboardcross bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Livigno jäh beendet. Die beiden besten deutschen Athleten, Leon Ulbricht und Martin Nörl, räumten sich im gemeinsamen Viertelfinallauf selbst ab und landeten gemeinsam im Fangnetz.

Verhängnisvolle Kollision im Viertelfinale

Der zweimalige Gesamtweltcupsieger Martin Nörl lag in dem packenden Viertelfinallauf zunächst in Führung, fiel dann aber zurück und geriet bei der Aufholjagd zunächst leicht mit dem US-Amerikaner Nick Baumgartner aneinander. Dabei kam der Niederbayer ins Rutschen, schoss seinen Teamkollegen Leon Ulbricht ab und beide landeten schließlich im Sicherheitsnetz.

"Das ist schon ein bisschen bitter", kommentierte der WM-Zweite von 2023, Leon Ulbricht, die Situation im ZDF. Nörl zeigte sich zudem verwundert, dass die Jury den Lauf nicht per Video überprüfte: "Dass ich stürzte, hatte mit einem Kontakt zu tun", betonte der erfahrene Snowboarder.

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Gold erneut an Alessandro Hämmerle

Während die deutschen Hoffnungen frühzeitig zerstört wurden, sicherte sich der Österreicher Alessandro Hämmerle wie bereits 2022 in Peking erneut die Goldmedaille. In einem spannenden Finale ließ der 32-Jährige den Kanadier Eliot Grondin hinter sich, der abermals Silber gewann. Bronze ging an den früheren Weltmeister Jakob Dusek aus Österreich.

Für das deutsche Team bedeutet dies eine Wiederholung des enttäuschenden Ergebnisses von Peking 2022, als ebenfalls keine Medaille im Snowboardcross gewonnen werden konnte. "Wir hatten gutes Material und waren wahnsinnig schnell", analysierte Nörl nach dem Rennen, "aber wir hätten sicher nicht zu den Favoriten gehört."

Weitere deutsche Teilnehmer früh ausgeschieden

Bereits im Achtelfinale waren Ulbricht und Nörl gemeinsam in einem Lauf am Start gewesen und hatten die Plätze eins und zwei belegt. Für ihre Teamkollegen Niels Conradt und Julius Reichle war jedoch bereits in der ersten K.o.-Runde Schluss gewesen - beide belegten in ihrem jeweiligen Lauf nur Rang vier.

Nach der verhängnisvollen Kollision beendete Nörl das Viertelfinale noch als chancenloser Dritter, während Ulbricht komplett aufgeben musste. Die deutschen Snowboarder werden damit aller Voraussicht nach auch in Livigno ohne olympische Medaille bleiben müssen.

Die Enttäuschung im deutschen Lager war entsprechend groß, hatten sich doch beide Athleten nach starken Vorleistungen im Achtelfinale berechtigte Hoffnungen auf eine vordere Platzierung gemacht. Nun müssen sie auf die nächste Chance bei internationalen Großereignissen warten.

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