Eisschnelllauf-WM: Jordan Stolz führt im Mehrkampf, deutsche Athleten abgeschlagen
Stolz führt bei Eisschnelllauf-WM, deutsche Sportler abgeschlagen

Eisschnelllauf-WM: Stolz führt im Mehrkampf, deutsche Athleten abgeschlagen

Der amerikanische Doppel-Olympiasieger Jordan Stolz hat bei der Mehrkampf-Weltmeisterschaft im Eisschnelllauf im niederländischen Heerenveen einen vielversprechenden Start hingelegt. Der 21-Jährige aus den USA führt nach dem ersten Wettkampftag die Gesamtwertung im großen Vierkampf an und setzt damit einen deutlichen Akzent im letzten Höhepunkt des Olympia-Winters 2025/26.

Stolz auf Titelkurs trotz norwegischem Druck

Stolz, der bei den Olympischen Spielen in Mailand Gold über 500 und 1000 Meter gewonnen hatte, sicherte sich in Heerenveen den Sieg über die 500-Meter-Distanz. Über die längere Strecke von 5000 Metern landete er auf Platz elf, was ihm in der Gesamtwertung den Spitzenplatz einbrachte. Allerdings stehen ihm mit den Norwegern Sander Eitrem und Peder Kongshaug zwei starke Verfolger im Nacken, die den Titelkampf spannend halten.

Der Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung ist für Stolz, der deutsche Wurzeln besitzt, noch lang. Am Sonntag stehen die entscheidenden Rennen über 1500 Meter um 14:16 Uhr und 10.000 Meter um 16:06 Uhr im berühmten Thialf-Eisstadion auf dem Programm. Vor zwei Jahren hatte der Amerikaner den Mehrkampf-Titel in Inzell geholt und zeigt nun erneut seine Klasse.

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Deutsche Athleten kämpfen mit großen Rückständen

Für die deutschen Eisschnellläufer verlief der erste Wettkampftag weniger erfolgreich. Bester Deutscher war Gabriel Groß, der 21-jährige Sohn des viermaligen Biathlon-Olympiasiegers Ricco Groß. Der Olympia-Teilnehmer von Mailand liegt nach den ersten beiden Disziplinen auf Platz zehn in der Gesamtwertung.

Weitere deutsche Athleten folgen mit deutlichem Abstand:

  • Luca Matteo Stibenz auf Platz 19
  • Tom Rudolph auf Platz 22

Bei den Frauen sieht die Situation ähnlich aus. Lea Sophie Scholz belegt Rang 16, während Josie Hofmann auf Platz 19 liegt. Beide sind damit weit vom Spitzentrio entfernt, das von der Japanerin Miho Takagi, der Norwegerin Ragne Wiklund und der Niederländerin Marijke Groenewoud angeführt wird.

Abwesenheit deutscher Starter sorgt für Diskussionen

Nicht am Start waren die Erfurter Athleten Felix Maly und Fridtjof Petzold, die noch bei den Olympischen Spielen in Mailand für Deutschland angetreten waren. Petzold wurde nach öffentlicher Kritik vom nationalen Verband DESG suspendiert, während Maly aus Solidarität zu seinem Teamkollegen auf die WM-Teilnahme verzichtete.

Die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft steht wegen ihres Umgangs mit den Sportlern derzeit stark in der Kritik. Diese Kontroverse überschattet die sportlichen Leistungen und wirft Fragen über die Förderstrukturen im deutschen Eisschnelllauf auf.

Die Mehrkampf-Weltmeisterschaft in Heerenveen markiert den finalen Höhepunkt einer intensiven Wintersaison 2025/26. Während Jordan Stolz seinen zweiten Mehrkampf-WM-Titel anpeilt, müssen die deutschen Athleten sich mit Platzierungen im Mittelfeld begnügen und zeigen, dass sie international wieder Anschluss finden können.

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