Olympia-Slalom in Bormio: Straßer kämpft mit schwierigen Bedingungen
Der deutsche Skirennfahrer Linus Straßer hat im olympischen Slalom in Bormio nur noch geringe Chancen auf eine Medaille. Nach dem ersten Durchgang liegt der Münchner mit 1,41 Sekunden Rückstand auf die Podestplätze und belegte zwischenzeitlich Rang zwölf. Das Finale findet am 16. Februar 2026 um 13.30 Uhr statt und wird im ZDF sowie auf Eurosport übertragen.
Schneefall und schlechte Sicht erschweren den Wettkampf
Bei dichtem Schneefall und schwierigen Sichtverhältnissen in Bormio legte der Norweger Atle Lie McGrath mit Startnummer eins die Bestzeit vor. Er war 2,35 Sekunden schneller als Straßer. Auf den weiteren Plätzen folgen der Schweizer Weltmeister Loic Meillard mit einem Rückstand von 0,59 Sekunden und überraschend der Österreicher Fabio Gstrein mit 0,94 Sekunden Rückstand.
Straßer äußerte sich im ZDF frustriert über die Bedingungen: "Es ist nicht einfach, Kurssetzung, Sicht, der Hang. Du könntest mich noch zehnmal runterfahren lassen, ich wüsste nicht, ob ich schneller fahren könnte. Es ist immer so ein bisschen frustrierend, solche Rennen."
Topfahrer haben mit Problemen zu kämpfen
McGrath profitierte von seiner frühen Startnummer, während zahlreiche Topfahrer Schwierigkeiten hatten. Der für Brasilien startende Riesenslalom-Olympiasieger Lucas Pinheiro Braathen schied aus, genau wie der Franzose Paco Rassat und der Finne Eduard Hallberg, zwei Entdeckungen der laufenden Saison. Auch der französische Titelverteidiger Clement Noel liegt als Siebter bereits 1,96 Sekunden hinter McGrath.
Deutsche Hoffnungen schwinden
Linus Straßer gilt seit Jahren als größte deutsche Slalom-Hoffnung. Nach einem Materialwechsel im Sommer sucht der 33-Jährige in dieser Saison jedoch noch die richtige Abstimmung und erreichte im Weltcup bisher nur einmal das Podest. Die Winterspiele in Norditalien drohen damit aus deutscher Sicht ohne eine einzige Männer-Einzelmedaille zu enden.
Die schwierigen äußeren Umstände in Bormio haben den Wettkampf deutlich beeinflusst, und Straßer muss im Finale eine starke Leistung zeigen, um noch Anschluss an die Spitze zu finden.



