Biathlon-Olympiasiegerin Lisa Vittozzi denkt über Karriereende nach
Vittozzi erwägt nach Olympia-Gold Karriereende

Biathlon-Olympiasiegerin Lisa Vittozzi erwägt Karriereende nach Gold-Erfolg

Bei den Olympischen Winterspielen triumphierte Lisa Vittozzi mit Gold in der Verfolgung. Nun hält die italienische Biathletin die Tür für ein mögliches Karriereende offen und schließt einen Rücktritt nach der aktuellen Saison nicht aus. Diese Ankündigung sorgt in der Sportwelt für Aufsehen, insbesondere da das italienische Biathlon-Team bereits mit dem Abschied von Dorothea Wierer einen Verlust hinnehmen musste.

Vittozzi äußert sich zurückhaltend zur Zukunft

In einem Interview mit der Tageszeitung Il NordEst erklärte Vittozzi: „Ich habe viel gewonnen und zwei komplizierte Jahre hinter mir. Von Olympia nehme ich viele Emotionen mit – und ich habe mein großes Ziel, die Goldmedaille, erreicht.“ Die 31-Jährige betonte, dass sie nach der Weltcupsaison zunächst eine Auszeit plane: „Nach einem langen, wirklich sehr langen Urlaub und reiflicher Überlegung werde ich entscheiden, ob ich weitermache.“

Ihre Unentschlossenheit unterstrich sie auch gegenüber Fondo Italia: „Ich weiß es nicht, darüber habe ich noch überhaupt nicht nachgedacht. Ich genieße im Moment einfach jeden Tag, dann sehen wir weiter. Über die Zukunft habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.“ Diese Aussagen haben in ihrer Heimat Italien für Diskussionen gesorgt und die Frage aufgeworfen, ob das Biathlon-Team ein weiteres Aushängeschild verliert.

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Gesundheitliche Probleme belasteten die letzten Jahre

Hinter Vittozzi liegen zwei äußerst fordernde Jahre. Aufgrund hartnäckiger Rückenprobleme musste sie die gesamte Weltcup-Saison 2024/25 aussetzen und verpasste sämtliche Rennen. Dieser Einschnitt war besonders schwer für die frühere Gesamtweltcupsiegerin und Weltmeisterin. Die Olympischen Spiele dienten in dieser Zeit als zentraler Antrieb.

Bereits im vergangenen Sommer hatte Vittozzi offen eingeräumt, wie entscheidend dieses Ziel für sie war: „Wenn die Spiele im eigenen Land stattfinden, ist das eine zusätzliche Motivation, wirklich alles zu investieren. Ich muss ehrlich sagen: Ich weiß nicht, was ich ohne die Olympischen Spiele gemacht hätte.“ Nun, da sie dieses große Ziel erreicht hat, steht die Frage im Raum, ob sie ihre Karriere fortsetzen wird.

Die Entscheidung bleibt vorerst offen. Vittozzi plant, sich nach der Saison Zeit zu nehmen, um ihre Zukunft zu überdenken. Die Sportwelt wartet gespannt auf ihre finale Ankündigung, die das italienische Biathlon-Team maßgeblich beeinflussen könnte.

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