Vanessa Voigt zeigt sich nach enttäuschendem Sprint in Oslo selbstkritisch
Die deutsche Biathletin Vanessa Voigt hat sich nach ihrem 16. Platz im Sprintrennen zum Auftakt des Weltcup-Finals am legendären Holmenkollen in Oslo durchaus kritisch geäußert. Auf ihr Ergebnis angesprochen, wurde die 28-Jährige im ZDF-Interview gefragt, ob sie unzufrieden sei. „Schon, ja“, räumte Voigt ein und fügte hinzu: „Da war heute schon mehr drin.“
Voigt: „Es soll nicht arrogant klingen, aber …“
In der Nationenwertung verteidigte Deutschland trotz der durchwachsenen Ergebnisse den komfortablen Vorsprung auf die sechstplatzierten Finninnen, die in Oslo ebenfalls schwächelten. Voigt wurde in diesem Zusammenhang deutlich: „Es soll jetzt nicht arrogant klingen, aber das sollte schon drin sein, für eine Biathlon-Nation wie Deutschland.“
Dem DSV-Team droht derweil eine historische Nullnummer. Nach 64 Weltcuprennen ist Deutschland immer noch ohne Sieg. Für das Podest reichte es lediglich siebenmal – in Einzel- und Staffelrennen zusammengenommen.
Kritik an Material und eigener Leistung
Voigt übte in Oslo leise Kritik am Material und erklärte: „Jeder hatte die gleichen Bedingungen, es ist auch eine Einstellungssache.“ Sie fügte hinzu: „Ich habe nicht so viel Feedback vom Ski bekommen. Da habe ich mich auf der Strecke nicht so wohlgefühlt.“
Auch mit ihrer Leistung am Schießstand war die Biathletin nicht zufrieden. Im Liegendanschlag blieb eine Scheibe stehen. „Der eine am Schießstand, das muss nicht sein“, meinte Voigt selbstkritisch.
Das Weltcup-Finale in Oslo bleibt somit eine Herausforderung für das deutsche Team, das weiterhin auf den ersehnten ersten Saisonsieg wartet. Die Aussagen von Vanessa Voigt unterstreichen die aktuelle schwierige Phase im deutschen Biathlon.



