Deutsche Rodel-Legenden triumphieren erneut im Weltcup
Die deutschen Rodel-Asse Tobias Wendl und Tobias Arlt haben beim Weltcup in St. Moritz einen weiteren Meilenstein in ihrer beeindruckenden Karriere gesetzt. Mit einem dritten Platz im Einzelrennen sicherten sich die beiden 38-Jährigen vorzeitig den Gesamtweltcup-Sieg im Doppelsitzer. Dieser Triumph markiert bereits den siebten Gesamtsieg in ihrer außergewöhnlichen Laufbahn.
Mathematisch unschlagbar vor Saisonfinale
Durch ihre konstante Leistung über die gesamte Saison hinweg haben Wendl und Arlt in der Gesamtwertung einen Vorsprung erarbeitet, der sie beim letzten Weltcup in Altenberg nicht mehr einholbar macht. Diese mathematische Sicherheit unterstreicht die Dominanz des deutschen Duos in der aktuellen Rodel-Saison.
Das Rennen in St. Moritz gewannen die österreichischen Rodler Thomas Steu und Wolfgang Kindl, die sich damit an die Spitze des Podests setzten. Den zweiten Platz sicherte sich das italienische Duo Ivan Nageler und Fabian Malleier, während Wendl/Arlt mit Bronze zufrieden sein konnten, da dieser Platz für den vorzeitigen Gesamtweltcup-Gewinn vollkommen ausreichte.
Olympische Erfolge und historische Bilanz
Die beiden Tobias waren bei der Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele in Verona als Fahnenträger des deutschen Teams eine besondere Ehre zuteilgeworden. Bei ihren letzten Olympischen Spielen krönten sie ihre Karriere mit Bronze im Doppelsitzer sowie Gold in der Team-Staffel.
Damit festigten Wendl und Arlt ihren Status als die erfolgreichsten deutschen Winter-Olympioniken aller Zeiten. Ihre beeindruckende Medaillenbilanz umfasst insgesamt:
- Sieben Goldmedaillen
- Eine Bronzemedaille
Diese Erfolge erzielten sie seit den Winterspielen von Sotschi 2014 und übertrafen damit ihre ehemalige Teamkollegin Natalie Geisenberger (38), die sechsmal Gold und einmal Bronze gewinnen konnte. Die beiden Rodler haben damit nicht nur den Gesamtweltcup dominiert, sondern auch die deutsche Wintersportgeschichte nachhaltig geprägt.
Ihre Karriere zeichnet sich durch eine seltene Kontinuität und Erfolgsgarantie aus, die sie zu wahren Ikonen des Rodelns gemacht hat. Der vorzeitige Gewinn des Gesamtweltcups ist ein weiterer Beweis für ihre anhaltende Weltklasse, auch in einer Phase ihrer Karriere, in der viele Sportler bereits den Rückzug antreten.



