Skilanglauf bei Paralympics: Anja Wicker verpasst Bronze um hauchdünne 1,5 Sekunden
Wicker verpasst Paralympics-Bronze im Skilanglauf knapp

Knappe Entscheidung im paralympischen Skilanglauf

Die deutsche Topathletin Anja Wicker hat bei den Paralympischen Winterspielen eine weitere Medaille äußerst knapp verpasst. Im Skilanglauf über die Mitteldistanz von 10 Kilometern in der sitzenden Klasse belegte die 34-jährige Stuttgarterin den vierten Platz und fehlte nur 1,5 Sekunden zur ersehnten Bronzemedaille.

Spannendes Rennen mit wechselhaftem Verlauf

Bis zur Halbzeit des Rennens lag Anja Wicker noch auf einem sicheren Medaillenkurs und kämpfte engagiert um einen Podestplatz. Auf der aufgrund der ungewöhnlich hohen Temperaturen zunehmend weicher werdenden Strecke musste sie jedoch in der zweiten Rennhälfte die US-Amerikanerin Kendall Gretsch vorbeiziehen lassen. Die Siegerin des Rennens wurde Oksana Masters aus den USA, gefolgt von der Südkoreanerin Yunji Kim auf dem Silberrang.

Am Ende betrug der Rückstand der deutschen Athletin zur Bronzemedaille genau 1,5 Sekunden – eine hauchdünne Differenz, die den Ausgang des Wettkampfs entschied. Zur siegreichen Oksana Masters hatte Wicker insgesamt 57,5 Sekunden Rückstand.

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Erfolgreiche Paralympics-Bilanz der deutschen Athletin

Anja Wicker, die mit einem kaudalen Regressionssyndrom geboren wurde, kann dennoch auf eine beeindruckende paralympische Bilanz zurückblicken. Bei diesen Spielen hatte sie bereits am Auftaktwochenende im Biathlon Bronze im Sprint und Silber im Einzel gewonnen. Im Langlauf-Sprint am Dienstag erreichte sie das Finale und belegte dort den sechsten Platz.

Insgesamt hat die deutsche Sportlerin nun fünf paralympische Medaillen in ihrer Karriere errungen, darunter eine Goldmedaille von den Spielen 2014 in Sotschi. Im Vorjahr war sie auf der gleichen Mitteldistanz noch Weltmeisterin geworden und hatte damit große Erwartungen geweckt.

Weitere deutsche Teilnehmerinnen im Rennen

Die achtfache Paralympicssiegerin Andrea Eskau kam im selben Rennen auf den zehnten Platz, während Merle Menje kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen auf einen Start verzichten musste. Die schwierigen Streckenbedingungen führten während des Wettkampfs zu mehreren Stürzen, was die Herausforderungen für alle Athletinnen zusätzlich erhöhte.

Die hohen Temperaturen und die dadurch weicher werdende Loipe stellten alle Teilnehmerinnen vor besondere technische Herausforderungen und beeinflussten maßgeblich die Renntaktik sowie das finale Ergebnis.

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