BSI warnt vor schweren Sicherheitslücken in Google Chrome
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine dringende Warnung für alle Nutzer des Browsers Google Chrome herausgegeben. Die Behörde weist auf zahlreiche, teils kritische Sicherheitsprobleme hin und fordert zu sofortigem Handeln auf. Chrome ist mit einem Marktanteil von über 70 Prozent auf Desktop-Rechnern der weltweit meistgenutzte Browser, was die Sicherheitslücken besonders gravierend macht.
26 Schwachstellen in aktueller Chrome-Version
Nach Angaben des BSI wurden in der aktuellen Chrome-Version insgesamt 26 Sicherheitslücken identifiziert, darunter mehrere schwerwiegende Probleme. Das entsprechende Update mit den Versionsnummern 146.0.7680.153 beziehungsweise 146.0.7680.153/154 steht für die Betriebssysteme Windows, macOS und Linux bereit. Obwohl Chrome Updates in der Regel automatisch installiert, sollten Nutzer dennoch aktiv prüfen, ob ihre Version aktuell ist.
Die Überprüfung kann im Browser-Menü unter Hilfe und Über Google Chrome durchgeführt werden. Falls nötig, kann das Update dort manuell gestartet werden. Für Nutzer, die Chrome über den Microsoft Store bezogen haben, steht die Aktualisierung ebenfalls dort zur Verfügung.
Betroffen sind auch Chrome-basierte Browser
Die Sicherheitsprobleme beschränken sich nicht nur auf Google Chrome selbst. Auch Programme, die auf der Chrome-Basis entwickelt wurden, müssen dringend aktualisiert werden. Für Microsoft Edge ist bereits die Version 146.0.3856.72 verfügbar. Andere Browser wie Brave oder Opera werden voraussichtlich in Kürze entsprechende Updates bereitstellen. Nutzer sollten daher regelmäßig nach Aktualisierungen suchen, um mögliche Risiken zu minimieren.
Ernste Gefahr durch Cyberangriffe
Das BSI stuft die Sicherheitslage als ernst ein. Angreifer könnten die identifizierten Schwachstellen nutzen, um verschiedene Cyberattacken durchzuführen. Dazu zählen laut Behörde:
- Datendiebstahl sensibler Informationen
- Manipulation von Daten und Webinhalten
- Einschleusen schädlicher Programme auf betroffene Rechner
Um sich vor diesen Bedrohungen zu schützen, sollten Nutzer nicht zögern und die neueste Version ihres Browsers installieren. Ein zeitnahes Update ist der effektivste Schutz gegen potenzielle Cyberangriffe.



