Meloni teilt KI-Fake in Unterwäsche: Charmante Warnung vor Deepfakes
Meloni teilt KI-Fake: Charmante Warnung vor Deepfakes

Seit mehr als dreieinhalb Jahren führt Giorgia Meloni (49) die Regierungsgeschäfte in Rom – für die chaotischen Verhältnisse im politischen Italien eine halbe Ewigkeit. Ein Grund, warum Meloni viele ihrer Vorgänger bereits überflügelt hat: Ihre Mitte-Rechts-Koalition regiert weitestgehend geräuschlos und diszipliniert. Dass Meloni auch mit Schmutzkampagnen umgehen kann, zeigte sie in einem aktuellen Fall.

Peinlicher Post eines politischen Gegners

Ausgangspunkt ist der Post eines mutmaßlichen politischen Gegners: Es sei „wahrlich beschämend“, dass sich eine Ministerpräsidentin „in diesem Zustand präsentiert“, heißt es darin. Meloni kenne „keine Scham“, so der von ihr nicht namentlich genannte Kontrahent. Der Beitrag nimmt auf ein Foto Bezug, in dem die Politikerin der Partei Fratelli d’Italia („Brüder Italiens“) nur in Unterwäsche bekleidet auf dem Bett zu sitzen scheint. Was bei genauerem Hinsehen aufgefallen wäre: Echt daran ist nur Melonis Gesicht, alles andere wurde offenbar mit Künstlicher Intelligenz erstellt.

Melonis charmant-schlagfertige Reaktion

Ob in böser Absicht geteilt oder nicht: Meloni, die im Januar ihren 50. Geburtstag feiert, konnte dem Peinlich-Post auch etwas abgewinnen: „Ich muss zugeben, dass derjenige, der die Fälschung gemacht hat, zumindest in diesem Fall, mich ziemlich aufgewertet hat“, schrieb sie in ihrer Replik. Danach schaltete sie auf Attacke: Es sei ein Fakt, dass „fleißige Gegner“ heute alles Mögliche nutzen würden, um sie zu attackieren. „Deepfakes sind ein gefährliches Werkzeug, denn sie können jeden täuschen, manipulieren und treffen“, so die Regierungschefin weiter. Sie forderte, dass immer die Regel „Verifizieren, bevor man glaubt, und glauben, bevor man es teilt“ gelten müsse.

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Italien als Vorreiter bei KI-Regulierung

Im vergangenen Jahr hatte Italien als erstes europäisches Land umfassende Regelungen zum Umgang mit künstlicher Intelligenz erlassen. Auch in Deutschland wird das Thema diskutiert: Justizministerin Stefanie Hubig (57, SPD) setzt sich für strengere Regeln ein. Kritiker betonen, dass mögliche Einschränkungen nicht zulasten der Meinungsfreiheit gehen dürfen – etwa, indem mithilfe von KI erstellte, politische Karikaturen strafrechtlich verfolgt werden.

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