WhatsApp, der beliebte Messenger-Dienst von Meta, stellt die Unterstützung für Avatare ein. Digitale Stellvertreter, die Nutzer als Profilbild verwenden konnten, werden in den kommenden Wochen aus allen Profilen entfernt. Das berichtet das auf WhatsApp spezialisierte Portal WABetaInfo.com. Meta selbst hat auf seinen Hilfeseiten bestätigt, dass es nicht mehr möglich ist, neue Avatare zu erstellen. Wer bereits einen Avatar nutzt, kann diesen löschen, was endgültig und nicht rückgängig zu machen ist.
Hintergrund der Abschaffung
Die Avatare wurden Ende 2022 eingeführt und sollten den Nutzern eine kreative Möglichkeit bieten, ihr Profil zu personalisieren. Mit einem Editor konnten verschiedene Grundtypen ausgewählt und individuell angepasst werden – von der Frisur bis zum Outfit. Zudem ließen sich 36 personalisierte Sticker generieren, die den Avatar mit verschiedenen Emotionen zeigen. Diese Sticker-Sammlungen bleiben laut Meta weiterhin nutzbar. Einen offiziellen Grund für die Abschaffung nennt Meta nicht. WABetaInfo.com spekuliert jedoch, dass mangelndes Interesse der Nutzer ausschlaggebend sei. Tatsächlich dürften nur wenige Deutsche den Avatar als Profilbild verwendet haben, obwohl WhatsApp hierzulande sehr verbreitet ist. Laut einer Statista-Umfrage von 2024 nutzen 78 Prozent der Befragten WhatsApp, bei den unter 43-Jährigen sogar über 90 Prozent.
Auswirkungen für Nutzer
Meta erklärt auf seinen Hilfeseiten, wie Nutzer ihren Avatar löschen können. Der Vorgang ist endgültig. An anderer Stelle im Hilfebereich finden sich noch veraltete Hinweise, dass der Style der Avatare schrittweise verbessert werde. Dies zeigt, dass die Änderungen noch nicht vollständig kommuniziert wurden. Für Nutzer, die ihre Avatare behalten möchten, bleibt nur die Möglichkeit, sie nicht zu löschen, bis sie automatisch entfernt werden. Die personalisierten Sticker hingegen bleiben erhalten, sodass die Figuren zumindest in Chats weiterleben können.
Reaktionen und Ausblick
Die Abschaffung der Avatare dürfte bei den meisten Nutzern auf wenig Widerstand stoßen, da die Funktion kaum genutzt wurde. Experten vermuten, dass Meta Ressourcen auf andere Features konzentrieren möchte, die mehr Anklang finden. WhatsApp bleibt damit seinem Fokus auf einfache und effiziente Kommunikation treu. Wer dennoch ein individuelles Profilbild wünscht, kann weiterhin ein Foto oder ein anderes Bild verwenden. Die Ära der virtuellen Charaktere bei WhatsApp ist damit vorbei – zumindest vorerst.



