Geplatzter Milliarden-Deal: OpenAI stellt KI-Videogenerator Sora komplett ein
OpenAI stellt KI-Videogenerator Sora komplett ein

Das Ende einer Ära: OpenAI beendet Milliardenkooperation mit Disney

In einer überraschenden Wendung hat OpenAI sein vielbeachtetes Milliardenprojekt mit dem Unterhaltungsriesen Disney beendet. Der KI-Videogenerator Sora, der Nutzern ermöglichte, fotorealistische Videos allein aus Texteingaben zu erzeugen, wird komplett eingestellt und aus allen Plattformen entfernt.

Ein ambitioniertes Vorhaben scheitert

Die Zusammenarbeit zwischen OpenAI und Disney galt als wegweisend für die Zukunft der KI-gestützten Videoproduktion. Im Jahr 2025 hatten beide Unternehmen einen Deal vereinbart, bei dem Disney eine Milliarde US-Dollar (rund 860 Millionen Euro) investieren wollte. Der Konzern plante, seine ikonischen Marken wie Disney, Marvel und Star Wars für die Videoproduktion freizugeben, was Nutzern ermöglicht hätte, eigene Clips aus diesen beliebten Universen zu erstellen.

Dieses ambitionierte Vorhaben ist nun Geschichte. OpenAI bestätigte, dass Sora nicht nur aus der eigenen App entfernt wird, sondern auch über Schnittstellen für andere Anwendungen nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Offizielle Gründe für diese drastische Entscheidung nannte das Unternehmen nicht.

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Ressourcenprobleme und interne Überraschungen

Laut Insiderberichten, die dem Wall Street Journal und Reuters vorlagen, hatte Sora zu viele Ressourcen gebunden, die an anderer Stelle dringend benötigt wurden. OpenAI erklärte lediglich, man wolle sich aufgrund des steigenden Bedarfs an Rechenleistung neu fokussieren. Das bisherige Sora-Team soll weiter an der Simulation realer Umgebungen arbeiten, allerdings mit einem neuen Schwerpunkt auf Robotik.

Bereits 2025 hatte Projektleiter William Peebles eingeräumt, dass Sora die Erwartungen deutlich übertroffen habe. Die kostenlosen Nutzungskontingente hätten sich als nicht tragfähig erwiesen. Anstatt Nutzer zur Zahlung zu zwingen, entschied sich OpenAI nun für die komplette Einstellung der Plattform – ein Schritt, der intern für erhebliche Überraschung sorgte.

Timing und Konsequenzen

Besonders bemerkenswert ist der Zeitpunkt der Entscheidung. Die aktuelle Version Sora 2 war erst im September 2025 erschienen und sollte in ChatGPT integriert werden. Noch am 23. März 2026 hatte OpenAI gemeinsam mit Disney an einem Sora-Projekt gearbeitet, bevor das plötzliche Aus verkündet wurde.

Disney respektiert die Entscheidung von OpenAI, will sich nun aber anderen Bereichen der KI-Technologie widmen. Die geplante Milliardeninvestition des Unterhaltungskonzerns dürfte damit hinfällig sein. Die Partnerschaft, die als Meilenstein für die Verschmelzung von KI-Technologie und Unterhaltungsindustrie galt, endet damit abrupt und unerwartet.

Der KI-Videogenerator Sora galt technisch als Durchbruch, barg aber auch erhebliches Missbrauchspotenzial. Seine Fähigkeit, allein aus Texteingaben fotorealistische Videos zu erzeugen, hatte sowohl Begeisterung als auch Bedenken ausgelöst. Mit dem Ende von Sora verschwindet nicht nur eine innovative Plattform, sondern auch eine vielversprechende Kooperation zwischen zwei Technologiepionieren.

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