Magdeburger Universität startet Bürgerprojekt für autonomen Shuttlebus
Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg bindet die Stadtbevölkerung aktiv in die Entwicklung eines zukunftsweisenden Mobilitätskonzepts ein. Im transformierten Wissenschaftshafen, einem ehemaligen Industriegebiet, das nun zum modernen Stadtquartier umgestaltet wird, sollen innovative Verkehrslösungen erprobt werden. Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich durch praktische Tests und Befragungen einzubringen, wie die Hochschule mitteilte.
Forschungsprojekt IMIQ mit interdisziplinärem Ansatz
Hintergrund ist das ambitionierte Forschungsvorhaben „Intelligenter Mobilitätsraum im Quartier“ (IMIQ), das Expertinnen und Experten aus Psychologie, Kognitionswissenschaft, Informatik, Logistik und Sensorik vereint. Das zentrale Ziel ist der Betrieb eines autonom fahrenden Shuttlebusses in der Landeshauptstadt Magdeburg bis zum Jahr 2027. Dieses Fahrzeug soll eine zuverlässige Verbindung zwischen dem Wissenschaftshafen und dem Universitätscampus herstellen.
Interessierte Personen können sich online registrieren, um in den kommenden Jahren an verschiedenen Studienphasen teilzunehmen. Die Forschungsaktivitäten erstrecken sich von 2025 bis 2028 und umfassen:
- Umfangreiche Befragungen zur Nutzerakzeptanz
- Praktische Tests speziell entwickelter Mobilitäts-Apps
- Vor-Ort-Aktionen und Demonstrationsveranstaltungen
Für ihr Engagement erhalten die Teilnehmenden eine Aufwandsentschädigung von bis zu 50 Euro. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen unmittelbar in die Planungs- und Entwicklungsprozesse ein und sollen später auch anderen urbanen Zentren sowie ländlichen Regionen als Vorbild dienen.
Substantielle Förderung und langfristige Perspektiven
Das vielversprechende Projekt wird mit insgesamt rund 14,7 Millionen Euro unterstützt. Die Finanzierung setzt sich aus EU-Mitteln und Geldern des Landes Sachsen-Anhalt zusammen. Diese Investition unterstreicht die strategische Bedeutung nachhaltiger und intelligenter Mobilitätslösungen für die Zukunft.
Durch die direkte Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger soll nicht nur die Technologie optimiert, sondern auch die gesellschaftliche Akzeptanz für autonome Fahrzeuge gesteigert werden. Magdeburg positioniert sich damit als Vorreiter in der praktischen Erprobung zukunftsorientierter Verkehrskonzepte.



