Menschliche Türschließer für Waymo-Robotaxis: Neue Nischenjobs in der KI-Ära
Menschliche Türschließer für Waymo-Robotaxis

Menschliche Unterstützung für autonome Fahrzeuge: Türschließer als neuer Beruf

In der aufstrebenden Ära der künstlichen Intelligenz und des autonomen Fahrens entstehen unerwartete Nischenjobs. Die Robotaxi-Firma Waymo, eine Tochtergesellschaft von Google, hat ein Pilotprogramm gestartet, bei dem menschliche Helfer eine entscheidende Rolle übernehmen: Sie schließen Türen von selbstfahrenden Fahrzeugen, die von Fahrgästen offen gelassen wurden.

Das Problem mit den offenen Türen

Waymo setzt derzeit umgebaute Fahrzeuge des Elektromodells Jaguar I-Pace ein, die mit klassischen Türen ausgestattet sind. Da diese Autos vollständig fahrerlos unterwegs sind, fehlt das Personal, um nach der Fahrt eventuell offenstehende Türen zu schließen. Dies stellt eine praktische Herausforderung im Alltagsbetrieb dar, obwohl die Robotaxis den Straßenverkehr ansonsten souverän meistern.

Das Unternehmen bestätigte, dass in einem Pilotprogramm in der US-amerikanischen Stadt Atlanta Kuriere des Essenslieferdienstes Doordash über eine Online-Plattform um Hilfe gebeten werden. Waymo betont, dass es sich dabei um „seltene“ Fälle handelt, doch die wöchentlich mehr als 400.000 bezahlten Fahrten in sechs US-Städten sowie dem Silicon Valley lassen vermuten, dass selbst bei geringer Häufigkeit regelmäßig solche Situationen auftreten.

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Die Lösung: Menschliche Intervention

Im Internet verbreitete sich in den vergangenen Tagen der Beitrag eines Doordash-Kuriers, der per Screenshot das Angebot dokumentierte: Für 11,25 US-Dollar (umgerechnet etwa 9,50 Euro) kann man die Tür eines Waymo-Fahrzeugs schließen. Diese Vergütung zeigt, wie sich neue Arbeitsmodelle in der digitalen Wirtschaft entwickeln.

Waymo hatte zuvor bereits mit alternativen Methoden experimentiert, um das Problem zu lösen. Bei den Jaguar I-Pace-Fahrzeugen testete das Unternehmen, ob offene Türen durch ruckartiges Anfahren geschlossen werden könnten. Diese Lösung erwies sich jedoch als unpraktikabel, sodass die menschliche Intervention vorerst die bevorzugte Methode bleibt.

Technische Weiterentwicklung

Die nächste Generation der Waymo-Robotaxis soll wieder mit elektrisch steuerbaren Schiebetüren ausgestattet werden, ähnlich wie beim vorherigen Modell auf Basis des Chrysler Pacifica Minivans. Diese technische Anpassung könnte das Problem langfristig reduzieren, doch bis dahin bleibt der Mensch als Türschließer unverzichtbar.

Dieses Pilotprogramm unterstreicht, wie die Integration von KI-Technologien in den Alltag nicht nur bestehende Berufe verändert, sondern auch völlig neue Tätigkeitsfelder schafft. Die Zusammenarbeit zwischen autonomen Systemen und menschlicher Arbeitskraft wird zunehmend zu einem charakteristischen Merkmal der modernen Mobilität.

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