Wolgasts Bürgermeister fordert Direktzug nach Greifswald für Pendler und Patienten
Der Wolgaster Bürgermeister Martin Schröter hat sich mit einem dringenden Appell an das Schweriner Wirtschaftsministerium gewandt. In einem offiziellen Schreiben fordert er die Wiederaufnahme einer direkten Bahnverbindung zwischen den Städten Greifswald und Wolgast sowie zur Insel Usedom. Derzeit müssen Pendler und Reisende in Züssow umsteigen, was viele als zu umständlich und zeitaufwendig empfinden.
Pendler und Patienten leiden unter aktueller Situation
Viele Berufspendler aus Wolgast und dem Umland nutzen täglich das Auto, um nach Greifswald zu gelangen. Die bestehende Bahnverbindung mit Umstieg in Züssow stellt für sie keine praktikable Alternative dar. „Die Fahrt mit der Bahn ist momentan keine sinnvolle Option“, erklärt Bürgermeister Schröter. Besonders betroffen sind auch Patienten, die regelmäßig zum Universitätsklinikum Greifswald müssen, sowie Bürger mit Behördengängen bei Gericht oder der Kreisverwaltung.
Mehrere Vorteile durch Direktverbindung
In seinem Schreiben an Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank führt Schröter mehrere Argumente für die Direktverbindung an:
- Entlastung des angespannten Wohnungsmarktes in Greifswald
- Bessere Auslastung der Wohnkapazitäten in Wolgast
- Zeitersparnis und Komfortgewinn für Pendler und Patienten
- Stärkung der regionalen Mobilität
Perspektiven für überregionalen Anschluss
Langfristig könnte die Strecke sogar ausgebaut werden, um Wolgast und Usedom besser an den Fernverkehr anzubinden. Denkbar wäre ein südlicher Gleisbogen bei Züssow in Richtung Berlin, für den es bereits Planungen geben soll. Zusammen mit einer möglichen Elektrifizierung der Strecke würde dies die Region deutlich besser vernetzen. Die direkte Verbindung könnte letztlich von Swinoujscie (Swinemünde) bis nach Stralsund reichen und so die gesamte Ostseeküste besser erschließen.



