Artemis 2: Weitere Verzögerungen bei historischer NASA-Mondmission
Die Rückkehr des Menschen zum Mond verzögert sich weiter. Vor dem geplanten Start der bemannten Mondmission Artemis 2 der US-Raumfahrtbehörde NASA treten erneut technische Probleme auf. Bei einem kritischen Test auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida funktionierte die Wasserstoff-Befüllung der Rakete Space Launch System nicht wie vorgesehen.
Wasserstoff-Probleme und Filteraustausch
Die NASA teilte mit, dass Ingenieure aktuell ein Filtersystem austauschen, das als mögliche Ursache für die Komplikationen vermutet wird. Dies ist bereits das zweite größere Problem in der Testphase:
- Bei einer ersten Generalprobe Anfang Februar waren bereits Wasserstoff-Lecks aufgetreten
- Daraufhin wurden Dichtungen ausgetauscht
- Nun bereitet das Filtersystem Schwierigkeiten
Die erste Testphase musste zudem wegen außergewöhnlich niedriger Temperaturen und starker Winde in Florida um mehrere Tage verschoben werden.
Neuer Test und verschobener Starttermin
Im Anschluss an die aktuellen Reparaturen ist noch im Februar ein zweites sogenanntes Wet Dress Rehearsal geplant. Bei dieser Generalprobe werden alle Abläufe bis auf den eigentlichen Start getestet.
Der ursprünglich für den 6. Februar angesetzte frühestmögliche Starttermin wurde bereits verschoben. Die NASA geht nun von einem Start frühestens im März aus.
Historische Mission mit internationaler Besatzung
Mit der Artemis 2-Mission sollen noch in diesem Jahr erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen in die Nähe des Mondes fliegen. Die Besatzung besteht aus:
- Christina Koch (US-Astronautin)
- Victor Glover (US-Astronaut)
- Reid Wiseman (US-Astronaut)
- Jeremy Hansen (kanadischer Astronaut)
Die vier Astronauten sollen den Mond bei der etwa zehntägigen Mission umrunden. Zuletzt waren 1972 US-Astronauten auf dem Mond gelandet, was die Artemis 2-Mission zu einem historischen Ereignis macht.
Die aktuellen technischen Probleme unterstreichen die komplexen Herausforderungen, die mit bemannten Raumfahrtmissionen verbunden sind. Die NASA betont, dass Sicherheit Vorrang hat und alle Systeme gründlich getestet werden müssen, bevor die Mission starten kann.



