Historischer Wechsel auf der Internationalen Raumstation
In einem beispiellosen Vorgang musste die US-Raumfahrtbehörde NASA erstmals in der etwa 25-jährigen Geschichte der Internationalen Raumstation ISS eine komplette Astronauten-Crew vorzeitig zur Erde zurückholen. Grund dafür waren medizinische Probleme, über deren genaue Natur und betroffenes Crewmitglied die NASA keine weiteren Details bekannt gab. Dieser außerplanmäßige Abzug der Crew 11 führte zu einer ungewöhnlich langen Phase, in der die Raumstation nur mit drei Raumfahrern besetzt war.
Erfolgreiche Ankunft der Ersatzmannschaft
Am Samstag, dem 14. Februar 2026, hat nun die lang erwartete Nachfolge-Crew erfolgreich an der ISS angedockt. Die vier Astronauten der Crew 12 erreichten die Raumstation mit ihrem Raumschiff Dragon, das vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX des Techmilliardärs Elon Musk betrieben wird. Livebilder der NASA dokumentierten den erfolgreichen Andockvorgang in Echtzeit. Der Start der Mission hatte bereits am Freitag vom legendären Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida stattgefunden.
Die internationale Besatzung der Crew 12
Die neu eingetroffene Mannschaft setzt sich aus folgenden Raumfahrern zusammen:
- Jessica Meir – NASA-Astronautin auf ihrem zweiten ISS-Flug
- Jack Hathaway – NASA-Astronaut auf seinem ersten Raumstationsbesuch
- Andrej Fedjajew – Russischer Kosmonaut, ebenfalls zum zweiten Mal auf der ISS
- Sophie Adenot – Französische Astronautin der Europäischen Weltraumorganisation ESA auf ihrer Premierenmission
Für Hathaway und Adenot bedeutet dieser Flug den lang ersehnten ersten Aufenthalt auf der Internationalen Raumstation, während Meir und Fedjajew bereits auf frühere Erfahrungen zurückgreifen können. Geplant ist, dass die vier Raumfahrer etwa acht Monate an Bord der ISS leben und forschen werden.
Übergangsphase mit reduzierter Besatzung
Eigentlich war eine reguläre Übergabephase zwischen der Crew 11 und der Crew 12 an Bord der Raumstation vorgesehen. Stattdessen mussten in den vergangenen Wochen nur drei Raumfahrer die Stellung halten: der NASA-Astronaut Christopher Williams sowie die beiden russischen Kosmonauten Sergej Mikaew und Sergej Kud-Swertschkow. Diese ungewöhnliche Situation unterstrich die Dringlichkeit der medizinischen Evakuierung im Januar.
Die Internationale Raumstation ISS dient seit rund einem Vierteljahrhundert als kontinuierlich bemanntes Forschungslabor im Erdorbit. Der aktuelle Crew-Wechsel markiert einen historischen Moment in der langjährigen Zusammenarbeit internationaler Raumfahrtagenturen und unterstreicht die Flexibilität und Resilienz der bemannten Raumfahrt unter unvorhergesehenen Umständen.



