NASA schaltet Instrument bei Voyager 1 ab: Rettungseinsatz in 25 Milliarden Kilometern Entfernung
NASA schaltet Voyager-1-Instrument ab: Rettung in 25 Mrd. km

NASA schaltet Instrument bei Voyager 1 ab: Rettungseinsatz in 25 Milliarden Kilometern Entfernung

Mehr als 25 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt kämpft die legendäre Raumsonde Voyager 1 um ihr Überleben. Am 17. April 2026 musste die NASA ein weiteres wissenschaftliches Messinstrument der Sonde abschalten, um wertvolle Energie zu sparen. Betroffen ist das sogenannte Low-Energy Charged Particles Experiment, kurz LECP, das zur Messung von Ionen, Elektronen und kosmischer Strahlung diente.

Energie wird knapp: Geduldsprobe im tiefen All

Die Abschaltung war eine technische Herausforderung und eine Geduldsprobe für die Ingenieure. Das Kommando benötigte gut 23 Stunden, um die immense Distanz zur Sonde zu überbrücken. Der eigentliche Abschaltvorgang dauerte dann noch einmal etwa drei Stunden und 15 Minuten. Voyager 1 ist nach Angaben der NASA und ihres Jet Propulsion Laboratory das fernste noch aktive Raumfahrzeug der Menschheit.

Seit Jahren sinkt die verfügbare elektrische Leistung der Sonde kontinuierlich. Grund dafür sind die thermoelektrischen Generatoren, die jedes Jahr etwa vier Watt weniger liefern. Ende Februar 2026 fiel der Energiepegel von Voyager 1 nach einem geplanten Rollmanöver unerwartet ab. Um zu verhindern, dass das Schutzsystem selbstständig weitere Teile abschaltet, wurde die Abschaltung des LECP vorgezogen.

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Noch zwei Instrumente aktiv: Hoffnung auf Wiederbelebung

„Auch wenn niemand gerne ein wissenschaftliches Instrument abschaltet, ist dies doch die beste verfügbare Option“, erklärte Missionsleiter Kareem Badaruddin. Voyager 1 verfügt noch über zwei arbeitende Instrumente, die weiterhin einzigartige Daten aus einer Region des Alls liefern, die kein anderes von Menschen gebautes Gerät erreicht hat.

Interessanterweise bleibt ein kleiner Motor des nun stillgelegten LECP-Instruments eingeschaltet. Er verbraucht laut NASA nur etwa 0,5 Watt und erhöht so die Chance, das Instrument später wieder zu aktivieren, falls zusätzliche Energie verfügbar werden sollte.

NASA plant „Big Bang“: Energiesparmaßnahmen für beide Voyager-Sonden

Die jetzige Abschaltung verschafft Voyager 1 etwa ein Jahr zusätzlichen Spielraum. In dieser Zeit bereitet das NASA-Team eine umfassende Energiesparmaßnahme für beide Voyager-Sonden vor, die intern den Namen „Big Bang“ trägt. Dabei sollen mehrere stromverbrauchende Geräte auf einmal abgeschaltet oder durch sparsamere Betriebsweisen ersetzt werden.

Das Ziel ist klar: Die Sonden und ihre verbliebenen Instrumente sollen warm genug bleiben und weiterhin wertvolle wissenschaftliche Daten sammeln können. Getestet werden soll das Verfahren zunächst bei Voyager 2 im Mai und Juni 2026. Wenn dies erfolgreich verläuft, könnte Voyager 1 frühestens im Juli 2026 folgen. Dann wäre auch eine spätere Wiederinbetriebnahme des LECP nicht ausgeschlossen.

Historische Mission: Voyager-Sonden seit 1977 im All

Die beiden Voyager-Sonden wurden im Jahr 1977 gestartet und haben seitdem bahnbrechende Entdeckungen gemacht. Laut NASA sind inzwischen auf beiden Sonden die meisten der ursprünglich zehn wissenschaftlichen Instrumente abgeschaltet. Dennoch setzen sie ihre Reise ins Unbekannte fort und liefern weiterhin einzigartige Einblicke in die Tiefen des Weltraums.

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