Nach medizinischem Notfall: SpaceX-Crew 12 erreicht ISS als Ersatz für vorzeitig zurückgeholte Astronauten
SpaceX-Crew 12 erreicht ISS als Ersatz nach medizinischem Notfall

Historischer medizinischer Notfall auf der ISS löst Crew-Wechsel aus

In einem beispiellosen Vorfall in der etwa 25-jährigen Geschichte der Internationalen Raumstation ISS musste die US-Raumfahrtbehörde NASA erstmals eine komplette Astronauten-Crew vorzeitig zur Erde zurückholen. Grund waren medizinische Probleme bei einem Crew-Mitglied, über deren genaue Natur die NASA keine detaillierten Angaben machte. Dieser außergewöhnliche Schritt führte zu einer ungeplanten Verkleinerung der ISS-Besatzung auf nur drei Personen für mehrere Wochen.

Ersatz-Crew erfolgreich angedockt

Am Samstag, dem 15. Februar 2026, hat nun die Nachfolge-Crew diese Lücke geschlossen. Die vierköpfige Crew 12 erreichte die Raumstation mit dem Raumschiff Dragon des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX, das von Tech-Milliardär Elon Musk gegründet wurde. Der Start erfolgte bereits am Freitag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida. Live-Bilder der NASA dokumentierten das erfolgreiche Andockmanöver.

Die Besatzung der Crew 12 setzt sich aus internationalen Raumfahrern zusammen:

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  • Jessica Meir, NASA-Astronautin (zweiter Flug zur ISS)
  • Jack Hathaway, NASA-Astronaut (erster Flug zur ISS)
  • Andrej Fedjajew, russischer Kosmonaut (zweiter Flug zur ISS)
  • Sophie Adenot, französische Astronautin der Europäischen Raumfahrtagentur ESA (erster Flug zur ISS)

Für Hathaway und Adenot markiert diese Mission den Beginn ihrer Karriere auf der Raumstation, während Meir und Fedjajew bereits über Erfahrung verfügen. Geplant ist ein Aufenthalt von etwa acht Monaten, in denen die Crew wissenschaftliche Experimente durchführen und das tägliche Leben im All meistern wird.

Ungewöhnliche Übergabesituation

Eigentlich war eine reguläre Übergabephase zwischen der Crew 11 und der Crew 12 vorgesehen. Die Crew 11 bestand aus den US-Astronauten Zena Cardman und Michael Fincke, dem japanischen Raumfahrer Kimiya Yui und dem russischen Kosmonauten Oleg Platonow. Nach deren vorzeitigem Abzug Mitte Januar blieben nur drei Raumfahrer zurück, um die Station zu betreiben: der NASA-Astronaut Christopher Williams sowie die beiden russischen Kosmonauten Sergej Mikaew und Sergej Kud-Swertschkow.

Diese reduzierte Besatzung hielt über Wochen die Stellung, bis nun mit der Ankunft der Crew 12 wieder Normalität einkehrt. Die ISS dient seit rund einem Vierteljahrhundert als kontinuierlich bemanntes Forschungslabor im Orbit und hat sich zu einem Symbol internationaler Zusammenarbeit in der Raumfahrt entwickelt.

Der medizinische Vorfall, der diesen ungeplanten Crew-Wechsel auslöste, unterstreicht die Herausforderungen und Risiken langfristiger Weltraummissionen. Trotz intensiver Vorbereitung und medizinischer Überwachung bleiben unvorhergesehene Gesundheitsprobleme eine reale Gefahr, die flexible Lösungen erfordert – wie nun durch die schnelle Bereitstellung der Ersatz-Crew demonstriert wurde.

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