Streit um Gelbe Tonnen in Mansfeld-Südharz: Wohin mit überschüssigem Verpackungsabfall?
Seit Januar 2026 wird in Mansfeld-Südharz der Verpackungsabfall in der Gelben Tonne gesammelt, was zu anhaltenden Diskussionen und Unmut bei den Bürgern führt. Vor allem Haushalte mit bis zu zwei Personen stehen vor einem Problem: Sie müssen ihren Leichtverpackungsabfall von vier Wochen in einer 120-Liter-Tonne unterbringen, was vielen als zu wenig Platz erscheint.
Petition für größere Tonnen erreicht über 1.100 Unterschriften
Eine Bürgerinitiative hat eine Petition gestartet, die die Einführung von 240-Liter-Tonnen für alle Haushalte fordert. Innerhalb von knapp zwei Wochen wurde diese Petition bereits 1.116-mal unterzeichnet, was die breite Unzufriedenheit in der Bevölkerung widerspiegelt. Die Forderung nach größeren Behältern wird laut, da viele Bewohner mit der aktuellen Regelung unzufrieden sind.
Duales System verweist auf Wertstoffhöfe
Auf Bitte einer Bürgerin um eine größere Gelbe Tonne hat das Duale System Deutschlands auf die drei Wertstoffhöfe im Landkreis verwiesen. Doch hier stellt sich die Frage: Nehmen diese Wertstoffhöfe überhaupt Verpackungsmüll an? Die Unsicherheit bei den Bürgern wächst, da klare Informationen fehlen und die Alternativen unklar sind.
Gelbe Säcke nur noch bis Ende März erlaubt
Bisher wurde überschüssiger Verpackungsabfall, der nicht in die Gelbe Tonne passt, im Gelben Sack mitgenommen. Diese Praxis endet jedoch am 31. März 2026, was die Situation für viele Haushalte verschärft. Ab April müssen sie alternative Lösungen finden, um ihren Abfall ordnungsgemäß zu entsorgen.
Die Einführung der Gelben Tonne sollte eigentlich die Abfalltrennung und Recycling verbessern, doch in Mansfeld-Südharz führt sie zu Verwirrung und Frust. Bürger fordern praktikablere Lösungen, während die Behörden auf bestehende Infrastruktur verweisen. Die Diskussion um die richtige Abfallentsorgung bleibt ein heißes Thema im Landkreis.



