In Merseburg-Süd sorgt die Abfallentsorgung seit Jahren für Ärger. Nun hat ein Vermieter die Papier- und Gelben Tonnen komplett entfernt. Mieter können nicht mehr trennen und fürchten deutliche Mehrkosten. Die Entsorgungsgesellschaft EGS und der Vermieter haben die Mülltrennung aufgehoben. Der Mieterbund gibt Betroffenen nun Ratschläge.
Hintergrund der Müllproblematik
Peter Töpfer, ein Rentner aus der Straße des Friedens, sieht bei der Abfallentsorgung nur noch schwarz. Auf dem Müllplatz seines Wohnblocks stehen seit Monaten ausschließlich schwarze Restmülltonnen. „Seit November haben wir keine Gelben und Blauen Tonnen mehr“, klagt er. Im Kreistag zeigte er sich selbst an.
Reaktionen der Betroffenen
Die Mieter befürchten, dass die fehlende Mülltrennung zu höheren Kosten führt. Sie können nun keine Wertstoffe mehr getrennt entsorgen. Der Mieterbund rät den Mietern, sich schriftlich an den Vermieter zu wenden und eine Wiederherstellung der Mülltrennung zu fordern.
Die EGS erklärte, dass die Entscheidung des Vermieters in Absprache mit ihr erfolgte. Man wolle die Mülltrennung langfristig verbessern, doch die aktuelle Situation sei unbefriedigend.
Zukünftige Entwicklungen
Es bleibt abzuwarten, ob der Vermieter auf den Druck der Mieter und des Mieterbundes reagiert. Die Stadt Merseburg prüft derzeit rechtliche Schritte, um die Mülltrennung wieder zu ermöglichen.



