Zukunft von Handball-Bundestrainer Gislason weiter offen
Die Zukunft von Alfred Gislason als Bundestrainer der deutschen Handball-Nationalmannschaft bleibt über die bevorstehende Heim-Weltmeisterschaft hinaus ungewiss. Der 66-jährige Isländer, dessen Vertrag beim Deutschen Handballbund (DHB) noch bis zur WM-Endrunde im Januar 2027 läuft, äußerte sich in einer Medienrunde zurückhaltend zu möglichen Verhandlungen. „Es gibt keine neue Wasserstandsmeldung. Ich konzentriere mich in dieser Woche komplett auf Dänemark“, erklärte Gislason auf die Frage nach Gesprächen mit der DHB-Führung.
Gislason seit 2020 im Amt
Gislason übernahm das Amt des Bundestrainers im Februar 2020 und führte die deutsche Auswahl zu beachtlichen Erfolgen. Bei den Olympischen Spielen 2024 und der Europameisterschaft 2026 holte das Team jeweils Silber – beide Male hinter Dänemark. Der erfahrene Trainer hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, dass er sich eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem DHB wünsche. Dennoch bleibt die Vertragssituation vorerst ungeklärt.
DHB-Team als Außenseiter gegen Dänemark
In den letzten beiden Länderspielen der Saison trifft die deutsche Mannschaft auf den amtierenden Weltmeister, Europameister und Olympiasieger Dänemark. Das erste Spiel findet am Freitag um 19:30 Uhr in Kopenhagen statt, das zweite am Sonntag um 15:30 Uhr in Köln. Beide Partien werden live bei ProSieben und dem Streamingdienst Dyn übertragen. „Das ist der schwerstmögliche Gegner im Welt-Handball. Unsere Mannschaft kann aus diesen Spielen lernen und besser werden. Denn obwohl es nur Testspiele sind, werden beide Teams Vollgas geben“, so Gislason.
Lange Durststrecke gegen Dänemark
Die DHB-Auswahl wartet seit mehr als zehn Jahren auf einen Sieg gegen die Skandinavier. Gislason sieht die Gründe dafür in der herausragenden Qualität des Gegners: „Dass wir so lange nicht gewonnen haben, liegt vor allem daran, dass die Dänen richtig gut sind. Die sind das Maß aller Dinge, weil sie viele überragende Spieler haben und auf allen Positionen gut besetzt sind. Deshalb konzentrieren wir uns darauf, näher heranzukommen und besser zu werden.“ Das Ziel für die anstehenden Testspiele ist daher nicht unbedingt ein Sieg, sondern eine Leistungssteigerung und die Vorbereitung auf die Heim-WM.



