Repowering in Zörbig: Neue Windräder ersetzen alte Anlagen und bringen kommunale Einnahmen
Repowering in Zörbig: Neue Windräder ersetzen alte Anlagen

Repowering-Projekt in Zörbig: Windpark erhält moderne Anlagen mit höherer Leistung

Im VSB-Windpark bei Zörbig im Landkreis Anhalt-Bitterfeld findet derzeit ein bedeutendes Repowering-Projekt statt. Fünf alte Windenergieanlagen aus dem Jahr 2003 werden durch drei neue, deutlich leistungsfähigere Windräder ersetzt. Dieses Vorhaben markiert einen wichtigen Schritt in der Energiewende und bringt gleichzeitig finanzielle Vorteile für die lokale Gemeinde.

Enorme Leistungssteigerung und verbesserte Klimabilanz

Der neue Windpark wird nach seiner Fertigstellung etwa das Zehnfache an Strom im Vergleich zu den alten Anlagen erzeugen. Konkret werden jährlich rund 65,7 Gigawattstunden erwartet, was rechnerisch ausreicht, um etwa 18.500 Drei-Personen-Haushalte klimafreundlich mit Energie zu versorgen. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2027 geplant.

Die technischen Daten der neuen Anlagen sind beeindruckend: Die Nabenhöhe steigt von bisher 74 Metern auf 175 Meter an, während die Rotorblätter eine Länge von 86 Metern erreichen. Diese Dimensionen ermöglichen eine deutlich effizientere Energiegewinnung aus dem Wind.

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Politische Bedeutung und energiewirtschaftliche Vorteile

Energieminister Armin Willingmann (SPD) betonte die zentrale Rolle des Repowerings für die Erreichung der Ausbauziele bei erneuerbaren Energien. „Der erzeugte Strom fließt ins öffentliche Netz, stärkt die Energieversorgung und macht uns unabhängiger von Importen fossiler Energieträger“, erklärte der Minister. Dies sei besonders angesichts der aktuell drastischen Preissprünge bei Öl und Gas infolge des Iran-Krieges von großer Bedeutung.

Kommunale Beteiligung bringt finanzielle Sicherheit

Ein Novum stellt die finanzielle Beteiligung der Standortgemeinden dar. Auf Basis des im Herbst 2025 vom Landtag beschlossenen Akzeptanz- und Beteiligungsgesetzes erhalten Gemeinden erstmals verpflichtende Zahlungen für jedes neue Windrad. Pro Megawatt Nennleistung sind dies jährlich mindestens 5.500 Euro.

Für den Repowering-Windpark Löberitz bei Zörbig bedeutet dies mindestens 118.800 Euro jährlich für die kommunale Kasse. In ertragreichen Jahren könnte diese Beteiligung sogar noch höher ausfallen. Diese Regelung schafft nicht nur Akzeptanz für Windenergieprojekte, sondern stärkt auch die finanziellen Ressourcen der beteiligten Gemeinden nachhaltig.

Das Repowering-Projekt in Zörbig zeigt somit, wie moderne Windenergietechnik, Klimaschutz und kommunale Wirtschaftsförderung erfolgreich miteinander verbunden werden können.

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