Winterchaos an der US-Ostküste: New York City kämpft gegen historischen Blizzard
Die Metropole New York und weite Teile der US-Ostküste sind von einem außergewöhnlich heftigen Wintersturm getroffen worden, der das öffentliche Leben nahezu vollständig zum Erliegen gebracht hat. Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes (NWS) handelt es sich um den intensivsten Schneesturm, den die Region seit einem Jahrzehnt erlebt hat.
Verkehrskollaps und rekordverdächtige Schneemengen
Bürgermeister Zohran Mamdani verhängte bereits am Sonntag vorsorglich umfassende Fahrverbote, die am Montagmorgen in voller Härte wirksam wurden. Straßen, Autobahnen und Brücken in ganz New York City sind für den gesamten Verkehr gesperrt. Lediglich systemrelevante Beschäftigte und Rettungsfahrzeuge sind von diesen Einschränkungen ausgenommen.
Die Schneehöhen erreichten bemerkenswerte Werte: Auf Long Island türmte sich bereits am Montagmorgen eine 38 Zentimeter hohe Schneedecke, während in den Stadtbezirken Manhattan und Brooklyn zwischen 23 und 28 Zentimeter gemessen wurden. Der New Yorker Wetterdienst warnte eindringlich: "Es schneit weiter".
Massive Auswirkungen auf Infrastruktur und Alltagsleben
Die Folgen des Blizzards sind weitreichend:
- Rund 400.000 Haushalte und Unternehmen im Nordosten der USA sind von Stromausfällen betroffen
- Mehr als 40 Millionen Menschen stehen unter offiziellen Blizzard-Warnungen
- Der Flugverkehr ist massiv beeinträchtigt mit Tausenden gestrichenen Verbindungen
- Das Hauptquartier der Vereinten Nationen in Manhattan blieb geschlossen
- Alle geplanten UN-Treffen wurden verschoben
Der Nationale Wetterdienst warnte vor "extrem gefährlichen" Straßenverhältnissen und riet der Bevölkerung dringend, in geschützten Räumen zu bleiben. Die Sichtverhältnisse waren zeitweise so schlecht, dass selbst die Wolkenkratzer der Wall Street von Brooklyn aus kaum zu erkennen waren.
Definition und meteorologischer Kontext
Ein Blizzard wird definiert als starker Schneesturm mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 55 Kilometern pro Stunde und stark eingeschränkter Sichtweite. Der aktuelle Sturm ist Teil einer Serie extremer Winterwetterlagen, die die Vereinigten Staaten in dieser Saison heimsuchen. Bereits Ende Januar und Anfang Februar hatten ungewöhnlich niedrige Temperaturen und schwere Schneestürme große Teile des Landes getroffen.
Der New Yorker Rettungsdienst appellierte an die Bevölkerung: "Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie im Warmen". Die Behörden bereiten sich auf eine längere Einsatzdauer vor, da die Aufräumarbeiten voraussichtlich mehrere Tage in Anspruch nehmen werden.



