Tiger-Baby im Berliner Tierpark erhält nach großer Namensaktion den Namen Lilly
Nach einer spannenden Phase des Wartens und einer umfangreichen Beteiligung der Öffentlichkeit hat das jüngste Tiger-Baby im Berliner Tierpark nun offiziell einen Namen erhalten. Das Sumatra-Tiger-Weibchen, das Anfang Januar das Licht der Welt erblickte, heißt ab sofort Lilly. Diese Entscheidung fiel nach einer beeindruckenden Resonanz von über 1000 Namensvorschlägen, die von Besuchern und Tierfreunden eingereicht wurden.
Öffentliche Namensfindung mit literarischem Hintergrund
Während des gesamten Monats Februar konnten Besucher des Tierparks ihre kreativen Ideen für den Namen des Tiger-Jungtiers direkt am Tigergehege einwerfen. Die Wahl fiel schließlich auf Lilly, ein Name, der in den zahlreichen Einsendungen besonders häufig auftauchte. Laut Angaben des Tierparks Berlin harmoniert der Name nicht nur hervorragend mit dem charakteristischen Klang des Jungtiers, sondern birgt auch eine charmante literarische Anspielung.
Der Name erinnert an die Figur Tigerlily aus dem klassischen Kinderbuch Peter Pan. Diese literarische Tigerlily zeichnet sich durch ihre Cleverness, ihren Mut und ihren starken eigenen Willen aus – Eigenschaften, die nach Beobachtungen der Tierpfleger auch bei dem jungen Tigerweibchen Lilly bereits deutlich zu erkennen sind.
Familienhintergrund und trauriger Verlust
Lilly erblickte am 2. Januar 2026 im Berliner Tierpark das Licht der Welt. Für die erfahrene Tiger-Mutter Mayang, die bereits 15 Jahre alt ist, handelt es sich um den bereits fünften Nachwuchs. Der Vater des Jungtiers war der Tiger Jae Jae, der leider vor wenigen Tagen im respektablen Alter von 17 Jahren verstorben ist.
Interessanterweise folgt die Namensgebung einer bestimmten Tradition innerhalb der Tigerfamilie. Alle weiblichen Nachkommen von Mayang und Jae Jae tragen Namen, die mit dem Buchstaben L beginnen. Bereits 2022 kamen die Zwillinge Luise und Lotte zur Welt, gefolgt von den männlichen Jungtieren Ede und Kuno zwei Jahre später.
Bedrohter Artenschutz im Fokus
Die Geburt von Lilly gewinnt zusätzliche Bedeutung vor dem Hintergrund des kritischen Erhaltungsstatus der Sumatra-Tiger. Diese majestätischen Großkatzen stehen unmittelbar vor dem Aussterben und gehören zu den am stärksten bedrohten Tierarten weltweit. In freier Wildbahn leben die letzten verbliebenen Exemplare ausschließlich auf der indonesischen Insel Sumatra.
Experten schätzen, dass weltweit nur noch etwa 400 bis 600 Individuen dieser faszinierenden Tigerart existieren. Jede erfolgreiche Nachzucht in zoologischen Einrichtungen wie dem Berliner Tierpark stellt daher einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz und zur Erhaltung der genetischen Vielfalt dar.
Die Namensgebung für Lilly hat nicht nur der jungen Tigerin eine Identität gegeben, sondern auch das öffentliche Interesse an der bedrohten Art und den Schutzbemühungen des Tierparks gestärkt. Die überwältigende Beteiligung an der Namensaktion zeigt das große Engagement der Berliner Bevölkerung für ihre tierischen Mitbewohner.



