Extremwetter zum Karneval: Schnee im Norden, Regen im Westen, milde Temperaturen im Süden
Extremwetter zum Karneval: Norden weiß, Süden mild

Extremwetterlage zum Karnevalsstart: Deutschland gespalten

Das Karnevalswochenende beginnt in Deutschland mit extremen Wetterkontrasten. Während der Norden des Landes in winterliche Kälte und Schnee getaucht ist, herrschen im Süden noch deutlich mildere Temperaturen vor. Im Westen, insbesondere in den traditionellen Karnevalshochburgen, dominiert dagegen regnerisches Wetter das Geschehen.

Norddeutschland im winterlichen Griff

Hamburg und Schleswig-Holstein steckten am Freitag tief im Winter. Schneefälle, Temperaturen um den Gefrierpunkt oder leicht darunter sowie Frost am Boden sorgten für winterliche Verhältnisse. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab für Schleswig-Holstein sogar eine erneute Glättewarnung heraus, die auf gefährliche Straßenverhältnisse hinweist.

Süddeutschland noch deutlich milder

Ganz anders präsentierte sich die Situation zur selben Zeit in München. Dort war es am Nachmittag überwiegend bewölkt und windig bei Temperaturen um 10 Grad. Die Wetterlage blieb eher trocken, was einen starken Kontrast zum winterlichen Norden bildete.

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Meteorologische Erklärung für die Zweiteilung

Meteorologe Dominik Jung erklärt diese außergewöhnliche Wetterlage: „Das ist seit Wochen die gleiche Konstellation: Im Nordosten führen kalte Luftmassen, die ein Hoch über Russland heranführt, zu niedrigen Temperaturen. Diese Luftmassen kommen jedoch nicht weiter, weil aus Westen Tiefdruckgebiete mit milden Luftmassen dagegenhalten. Deshalb bleibt es im Westen und Süden vergleichsweise mild.“

Winter breitet sich aus

Die winterlichen Verhältnisse werden sich in den kommenden Tagen weiter ausbreiten. Meteorologe Dr. Karsten Brandt von donnerwetter.de prognostiziert: „Am Samstag schneit es von Niedersachsen bis hinunter nach Thüringen und Sachsen.“ Auch Hamburg muss sich auf weitere Schneefälle einstellen, wobei die Temperaturen tagsüber um den Gefrierpunkt bleiben.

Bis Sonntag werden die Temperaturen in manchen Regionen nachts sogar auf bis zu minus 8 Grad fallen. Im Süden gehen die Temperaturen langsam zurück: Der Samstag beginnt in München bei 6 Grad mit Regen, in der Nacht ist Schneefall möglich. Ab Sonntag wird es auch hier spürbar kälter mit Frost um minus 2 Grad, und die Schneeschauer nehmen zu.

Auswirkungen auf die Karnevalshochburgen

Für die Karnevalsfeiern bedeutet dies gemischte Bedingungen. Der Freitag war in den traditionellen Karnevalsstädten trüb und regnerisch bei Höchstwerten um 8 Grad. Ab Samstag wird es auch hier deutlich kühler.

Dr. Karsten Brandt warnt besonders für den Rosenmontag: „Wahrscheinlich haben die Mainzer mit Schnee, Schneeregen und eventueller Glätte das größte Wetterproblem am Rosenmontag.“ Auch in Köln, Bonn und Düsseldorf kann es in der Nacht zu Montag zu heftigen Schneefällen kommen, was die Karnevalsfeierlichkeiten beeinträchtigen könnte.

Die extremen Temperaturunterschiede zeigen, wie vielfältig das Wetter in Deutschland innerhalb weniger hundert Kilometer sein kann. Während die einen im Schnee versinken, feiern andere noch bei vergleichsweise milden Temperaturen – wenn auch mit Regenschirmen ausgestattet.

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