Frühlingswetter lockt mit Wärme, aber Pollen-Alarm: Erle und Hasel explodieren
Der Frühling ist da und bleibt vorerst – dieses Versprechen macht Diplom-Meteorologe Dominik Jung. Die neue Woche bringt ungewöhnlich warmes Wetter für die Jahreszeit, doch damit auch eine massive Pollenbelastung. Die Temperaturen liegen ihrer Zeit etwa sechs Wochen voraus.
Pollenflug erreicht hohe Konzentrationen
Laut Jung „explodieren quasi“ Erle und Hasel bei den aktuellen Bedingungen. Der Pollenflug-Gefahrenindex zeigt für Montag in weiten Teilen Deutschlands eine hohe Belastung mit Erlen-Pollen, besonders im Südwesten. Haselpollen erreichen bereits Spitzenkonzentrationen, mit Schwerpunkt in Norddeutschland.
Für Allergiker bedeutet das: Typische Heuschnupfen-Symptome wie laufende oder verstopfte Nase, Niesen, tränende Augen und gereizter Gaumen. Durch das warme Wetter könnten auch eigentlich später auftretende Pollen früher fliegen, darunter Eiben-Pollen, die bis in den Nordosten gelangen.
Temperaturen bis 20 Grad erwartet
In den kommenden Tagen erwarten den Süden und Westen Deutschlands 18 bis 19 Grad Celsius. Wetterexperte Jung erklärt: „Im Norden und Osten sind es 10 bis 13 Grad, aber in der Sonne gefühlt natürlich deutlich mehr.“ Einzig im Donaubereich und an Flüssen kann Nebel länger bestehen bleiben.
Klimatologe Dr. Karsten Brandt bestätigt: „Die nächsten zehn, zwölf Tage sieht alles nach Frühling aus.“ Mit einem leichten West-Ost-Gefälle: In Köln, Mainz und Freiburg bis zu 19 Grad, in Berlin, Dresden oder Leipzig etwas kühler.
Hoch ‚Iackl‘ bringt Wärme mit Nachteilen
Verantwortlich für das warme Wetter ist Hoch „Iackl“, erklärt Sebastian Schappert vom Deutschen Wetterdienst. Nachts wird es allerdings frischer: „In der Nacht zu Mittwoch kann es im Süden und Südosten sowie im äußersten Norden lokal leichten Frost geben.“
Die Wärme hat neben Pollen weitere Nachteile:
- Schon jetzt sind Zecken aktiv
- Der UV-Index liegt bei 2 bis 3, in den Alpen bei 4 – Sonnenbrandgefahr
- Spätfrost droht trotz früher Blüte von Mandeln und anderen Pflanzen
Meteorologe Jung warnt: „Sonnencreme nicht vergessen!“ und empfiehlt, die Mittagspause im Freien zu verbringen – natürlich mit Sonnenbrille.



