Experten warnen vor Super-El-Niño 2026: Fluten, Hitzerekorde und steigende Preise drohen
Super-El-Niño 2026: Experten warnen vor extremen Folgen

Super-El-Niño 2026: Klimaexperten warnen vor globalen Wetterextremen

Über dem Pazifik zeichnet sich eine bedrohliche Entwicklung ab: Bis Ende 2026 könnte sich dort ein ungewöhnlich starker Super-El-Niño bilden, der weltweit verheerende Folgen haben wird. Neue Klimadaten des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) bestätigen diese besorgniserregende Prognose.

Was ist ein Super-El-Niño?

Das Wetterphänomen El Niño tritt statistisch etwa alle zwei bis sieben Jahre auf und beeinflusst das Wetter von einzelnen Regionen bis zum gesamten Planeten. Bei einem Super-El-Niño, der nur etwa alle zehn bis fünfzehn Jahre vorkommt, sind die Auswirkungen jedoch deutlich stärker. „Die Erwärmung der Meeresoberfläche im zentralen und östlichen Pazifik fällt besonders stark aus – meist mehr als zwei Grad über dem Durchschnitt“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung.

Klimatologe Dr. Karsten Brandt ergänzt: „Der Höhepunkt wird ab November 2026, spätestens im Januar 2027 erwartet. Darauf deuten schon jetzt die allermeisten Klimamodelle hin.“ Wenn sich das Wasser im Pazifik verändert, gerät auch die Atmosphäre durcheinander – Winde, Regen und Temperaturen verändern sich weltweit.

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Globale Temperaturrekorde erwartet

Ein Super-El-Niño könnte die weltweiten Temperaturen 2026 und vor allem 2027 auf Rekordniveau treiben. Die überdurchschnittliche Wärme aus dem Pazifik steigt in die Luft auf und verteilt sich über die Erde. Klimaforscher gehen davon aus, dass die globale Temperatur in diesem Jahr steigt und 2027 das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen werden könnte.

Der Grund dafür ist doppelt: Durch den Klimawandel bleibt mehr Wärme in der Atmosphäre. Kommt ein starker El Niño dazu, wird zusätzlich Wärme freigesetzt. Und bevor sich alles wieder abkühlen kann, folgt oft schon der nächste. So wird es immer wärmer.

Regionale Auswirkungen weltweit

Die möglichen Wetter-Aussichten für 2026/27 sind alarmierend:

  • USA: El Niño könnte für einen extrem heißen Sommer im Westen der USA sorgen, inklusive erhöhter Risiken für Dürre und Waldbrände. Ein veränderter Jetstream könnte Starkregen und Überschwemmungen in südlichen Bundesstaaten wie Florida begünstigen.
  • Hawaii: Die US-Inselgruppe im Zentralpazifik könnte vermehrt von tropischen Stürmen, Hurrikanen und Starkregen heimgesucht werden.
  • Asien: Ab Mitte 2026 könnten über den Philippinen, China und Japan vermehrt Taifune auftreten. Der Monsun in Indien könnte ebenfalls betroffen sein, mit weniger Regen als üblich auf dem gesamten Subkontinent.
  • Australien und Indonesien: In diesen Regionen sowie Teilen Ostafrikas und der Karibik könnte sich aufgrund extremer Hitze eine Dürre ausbreiten.
  • Südamerika: Peru und Ecuador könnten von heftigen Regenfällen heimgesucht werden, während tropische Länder in Südamerika, Afrika und dem Nahen Osten unter extremer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit leiden werden.

Folgen für Deutschland: Steigende Lebensmittelpreise

Die gute Nachricht für Europa: „Europa ist davon abgekoppelt. Mit dem Atlantik kochen wir unser eigenes Wettersüppchen“, so Dr. Brandt. Doch indirekt werden auch in Deutschland die Folgen spürbar sein – vor allem im Geldbeutel.

Weil Ernten in betroffenen Regionen schwieriger werden und mit erheblichen Einbußen gerechnet wird, dürften spätestens ab Herbst 2026 die Preise für Lebensmittel bei uns steigen. Betroffen sind insbesondere:

  1. Kaffee aus Brasilien
  2. Haselnüsse
  3. Weizen
  4. Schokolade
  5. Apfelsinen

Die Kaffeebohnenernte in Brasilien könnte durch extreme Hitze beeinträchtigt werden, was sich direkt auf die Preise in deutschen Supermärkten auswirken wird. Ähnliche Effekte sind bei anderen landwirtschaftlichen Produkten zu erwarten, die aus von El Niño betroffenen Regionen importiert werden.

Während sich der Super-El-Niño noch in seiner Entwicklungsphase befindet und es zu früh ist, um mit Sicherheit zu sagen, wie stark er tatsächlich wird, sind sich Experten einig: Die Vorbereitungen auf diese klimatische Herausforderung sollten jetzt beginnen.

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