Wettergrenze teilt Deutschland: Kühles Band hält sich am Dienstag hartnäckig
Die kalte Jahreszeit verabschiedet sich langsam, doch der Übergang zum Frühling gestaltet sich in Deutschland am Dienstag noch uneinheitlich. Ein kühles Wetterband zieht sich quer durch die Republik und sorgt für deutliche regionale Temperaturunterschiede. Während sich im Westen bereits milde Luft durchsetzt, kämpfen andere Regionen noch mit kühleren Bedingungen.
Westen genießt erste Frühlingsluft
Wetterexperte Dr. Karsten Brandt erklärt die aktuelle Situation: „Im Westen weht bereits warme Luft ins Land, die bis nach Aachen und Ostfriesland reicht. Hier kommt die Sonne heraus, und die Temperaturen klettern auf maximal 13 bis 15 Grad.“ Diese Entwicklung ermöglicht endlich wieder Aktivitäten im Freien wie Joggen oder Radfahren, ohne dass man dabei frieren muss. Die ersten Frühlingsboten machen sich somit im Westen Deutschlands bereits bemerkbar.
Osten und Mitte bleiben kühler
Ganz anders präsentiert sich die Wetterlage im Osten des Landes. Brandt beschreibt: „Der Osten wird noch von Wind aus östlichen Richtungen beherrscht, der mit maximal 10 bis 13 Grad deutlich kühler ist.“ Zwischen diesen beiden Luftmassen bildet sich eine markante Wettergrenze, die sich von Hamburg bis nach Bayern erstreckt. In dieser neutralen Zone kommt weder die warme Luft aus dem Westen noch der kühle Ostwind an, was zu anhaltend dichter Bewölkung führt.
Die Bewölkung verhindert, dass die wärmende Sonne durchdringen kann, sodass es in diesen Regionen besonders kühl bleibt. Wer in dieser Zone wohnt, muss sich am Dienstag noch auf graue Himmel und niedrigere Temperaturen einstellen, während andere Teile Deutschlands bereits die ersten Sonnenstrahlen genießen können.
Dienstag als Übergangstag zum Frühling
Der Dienstag markiert laut den Meteorologen einen wichtigen Übergangstag. „Die Prognose bringt gute Nachrichten“, betont Klimatologe Brandt. Zwar beginnt der Tag vielerorts noch mit dichten Wolken und vereinzelten leichten Schauern, besonders in der Mitte und im Süden. Doch im Laufe des Vormittags setzt sich zunehmend trockenere Luft durch, sodass die Niederschläge rasch nachlassen.
Ab dem Mittag und am Nachmittag lockert die Bewölkung vielerorts auf, und für den späteren Tag reicht bereits eine Übergangsjacke. Diplom-Meteorologe Dominik Jung bestätigt: „Von Dienstagmorgen bis in den Mittwoch hinein stellt sich in Deutschland insgesamt eine spürbare Wetterberuhigung ein. Es deutet sich der Übergang zu einer stabileren Wetterlage an.“
Frühlingserwachen am Mittwoch
In der Nacht zum Mittwoch lockern die Wolken auch im Westen weiter auf, und danach ist im ganzen Land mit geringer Bewölkung oder klarem Himmel zu rechnen. Lediglich am frühen Mittwochmorgen kann sich noch Nebel bilden. Anschließend kommt der Frühling richtig in Deutschland an.
Meteorologe Jung prognostiziert: „Am freundlichsten wird es am Mittwoch voraussichtlich im Westen und Südwesten, etwa im Rheinland, im Saarland und in Baden-Württemberg, wo die Sonne besonders lange scheint.“ Die Temperaturen könnten dort bis auf 18 Grad klettern, was endgültig den Beginn der wärmeren Jahreszeit markiert. Nach dem kühlen Dienstag steht Deutschland somit ein sonniger und milder Mittwoch bevor.



