Zyklon „Gezani“ verwüstet Madagaskar: Mindestens 31 Tote und massive Zerstörungen
Zyklon Gezani: 31 Tote, Verwüstung in Madagaskar

Zyklon „Gezani“ hinterlässt Tod und Zerstörung auf Madagaskar

Ein verheerender Wirbelsturm hat auf dem südostafrikanischen Inselstaat Madagaskar eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Laut dem Nationalen Amt für Risikomanagement und Katastrophenschutz (BNGRC) hat Zyklon „Gezani“ mindestens 31 Menschen getötet und zahlreiche Verletzte sowie Vermisste verursacht. Der Sturm erreichte das Festland am Dienstagabend mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 270 Kilometern pro Stunde.

Besonders betroffene Regionen und Infrastruktur

Besonders schwer getroffen wurde die nordöstliche Hafenstadt Toamasina, die mit rund einer halben Million Einwohnern die zweitgrößte Stadt Madagaskars ist. Dort wurden nach Angaben der Behörden etwa 90 Prozent aller Häuser beschädigt. Die Straßen der Wirtschaftsmetropole sind durch umgestürzte Bäume, Strommasten und Trümmer blockiert, was Rettungsmaßnahmen erheblich erschwert.

Die Infrastruktur in der Region Atsinanana, zu der Toamasina gehört, ist zu etwa 80 Prozent zerstört worden. Ersten Zählungen zufolge sind in dieser Region schätzungsweise 6.000 Menschen obdachlos geworden. Das komplette Ausmaß der Zerstörung kann jedoch noch nicht endgültig bestimmt werden, da ein stark gestörtes Telekommunikationsnetz und unterbrochene Stromversorgung die Lagebeurteilung behindern.

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Auswirkungen und historischer Kontext

Insgesamt sind mehr als 250.000 Menschen von dem Unwetter betroffen. Am Morgen nach dem Sturm hatte sich die durchschnittliche Windgeschwindigkeit zwar auf etwa 110 Kilometer pro Stunde reduziert, doch die Folgen sind katastrophal. Madagaskar, ein für seine Vanille-Produktion bekannter Inselstaat mit rund 30 Millionen Einwohnern im Indischen Ozean, ist regelmäßig von schweren Tropenstürmen heimgesucht.

Vor etwa drei Jahren verwüstete Tropensturm „Freddy“ nicht nur Madagaskar, sondern auch die Nachbarländer Mosambik und Malawi auf dem Festland, wobei mehr als 500 Menschen ums Leben kamen. Die aktuelle Katastrophe unterstreicht die Anfälligkeit der Region für solche Naturereignisse und die dringende Notwendigkeit verstärkter Katastrophenvorsorge.

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