Deutsche Waldarbeiter glänzen bei WM in Slowenien mit Medaillenregen
Kreischende Kettensägen und fliegende Holzspäne bestimmten das Bild bei den 36. World Logging Championships im slowenischen Šentjernej. Vom 12. bis 15. März traten 112 Athletinnen und Athleten aus 24 Nationen in fünf anspruchsvollen Disziplinen gegeneinander an – und das deutsche Team lieferte einen überaus beeindruckenden Auftritt ab.
Ost-Württemberg als Talentschmiede der Forst-Profis
Das intensive Trainingslager in Königsbronn im Landkreis Heidenheim zahlte sich aus: Das Team Deutschland erkämpfte sich insgesamt ein gutes Dutzend Medaillen bei den Weltmeisterschaften der Waldarbeiter. Forst-Profis aus Baden-Württemberg trugen maßgeblich zu diesem Erfolg bei. „Die WM war für uns ein toller Erfolg!“, berichtete Wolfgang Junglas der Schwäbischen Zeitung auf der Rückreise aus Slowenien.
In den Einzeldisziplinen entschieden Präzision und Geschwindigkeit über Sieg oder Niederlage:
- Martin Schraitle aus Ellwangen holte Gold beim Kettenwechsel – in nur 8,02 Sekunden montierte er eine neue Schneidgarnitur auf seine Stihl-Motorsäge.
- Thomas Schneider aus Burgberg bei Giengen an der Brenz gewann den Präzisionsschnitt.
- Marco Trabert aus dem unterfränkischen Bad Königshofen sicherte sich beim Entasten Gold und stellte mit 13,33 Sekunden einen neuen Weltrekord auf, wobei 30 Äste an einem Baumstamm abgeschnitten werden mussten.
Junge Talente und knappe Mannschaftsplatzierung
In der U24-Klasse zeigte Luis Kolb aus Bartholomä im Ostalbkreis herausragende Leistungen. Mit Disziplinsiegen bei Fällung, Kettenwechsel und Präzisionsschnitt sägte er sich auf Platz zwei in der Gesamtwertung. Profi-Weltmeister in der Waldarbeit wurde in der Gesamtwertung der Österreicher Jürgen Erlacher.
Das von Teamchef Markus Wick ausgerufene Ziel, Mannschaftsweltmeister zu werden, wurde knapp verfehlt. Um lediglich 52 Punkte musste sich Team Deutschland den Österreichern geschlagen geben und landete auf dem zweiten Platz. Eine denkbar knappe Entscheidung, die den hohen Leistungsstandard der deutschen Forst-Profis unterstreicht.
Ausblick auf die nächste Weltmeisterschaft
Die Chance auf Revanche haben die deutschen Wald-Profis bereits in zwei Jahren. Dann finden die 37. Weltmeisterschaften der Waldarbeiter statt, wobei der Austragungsort noch offen ist. Die beeindruckenden Leistungen in Slowenien zeigen, dass das deutsche Team zu den weltweit führenden Nationen in dieser anspruchsvollen Sportart gehört und für zukünftige Wettkämpfe bestens aufgestellt ist.



