Rasenpflege im Frühjahr: Der perfekte Zeitpunkt für den ersten Schnitt
Erster Rasenschnitt im Frühjahr: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Rasenpflege im Frühjahr: Der perfekte Zeitpunkt für den ersten Schnitt

Der Winter hat sich verabschiedet, die Sonnenstrahlen gewinnen an Kraft und zahlreiche Hobbygärtner verspüren bereits den Drang, zum Rasenmäher zu greifen. Doch Vorsicht ist geboten: Ein zu früher Start kann dem grünen Teppich mehr schaden als nutzen. Wann genau der Rasen nach der kalten Jahreszeit wieder gemäht werden sollte, welche Rolle Witterung und Grashöhe spielen und warum Geduld eine entscheidende Tugend ist, erläutern Fachleute im Detail.

Erster Rasenschnitt: Die Grashöhe als entscheidender Faktor

Für Dr. Harald Nonn von der Deutschen Rasengesellschaft ist die Antwort auf die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt denkbar einfach: „wenn es etwas zu schneiden gibt“, erklärt er gegenüber myHOMEBOOK. Wer eine Schnitthöhe von vier Zentimetern anstrebt, sollte geduldig abwarten, bis das Gras etwa sechs Zentimeter hoch gewachsen ist. Auf diese Weise wird die bewährte Drittelregel eingehalten – der Aufwuchs darf maximal acht Zentimeter betragen. Andernfalls werden zu viele grüne Blätter auf einmal entfernt, was die Regenerationsfähigkeit des Rasens beeinträchtigen kann. Ein zu frühes Mähen führt zwar nicht zwangsläufig zu direkten Schäden, ist aber ineffektiv, da faktisch kaum etwas abgeschnitten wird.

Wetterbedingungen und Frost: Rasen nicht bei Kälte mähen

Neben der Grashöhe spielen die aktuellen Wetterverhältnisse eine entscheidende Rolle. Bei Frost oder Raureif sollte der Rasenmäher unbedingt im Schuppen bleiben. „Gefrorener oder mit Raureif bedeckter Rasen wird nicht gemäht“, unterstreicht Dr. Nonn nachdrücklich. Schon das Betreten der gefrorenen Fläche kann erheblichen Schaden anrichten, da die Halme wie Glas brechen können. Die Gefahr geht somit nicht allein vom Mähen aus, sondern bereits von jedem einzelnen Schritt auf dem empfindlichen Untergrund.

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Optimale Schnitthöhe: Vier Zentimeter als Idealmaß

Für einen dichten, gesunden und strapazierfähigen Rasen empfiehlt Dr. Nonn ganzjährig eine Schnitthöhe von etwa vier Zentimetern. Bei einem wöchentlichen Schnittrhythmus bleiben auf diese Weise ausreichend grüne Blattanteile erhalten, die für eine effiziente Fotosynthese notwendig sind. In schattigen Gartenbereichen, wo das Gras oft weniger robust wächst, dürfen es auch gerne fünf Zentimeter sein, um die Pflanzen zu stärken.

Vertikutieren im Frühjahr: Geduld bis nach dem zweiten Mähgang

Auch beim Vertikutieren ist Geduld eine unverzichtbare Tugend. Zunächst empfiehlt sich ein sogenannter Tiefschnitt auf etwa zwei Zentimeter, damit die Messer des Vertikutierers besser in den Rasenfilz eindringen können. Das eigentliche Vertikutieren sollte jedoch frühestens nach dem zweiten Mähgang erfolgen, wenn das Wachstum des Grases bereits voll eingesetzt hat. Erfolgt dieser Schritt zu früh, schließen sich entstandene Lücken nur langsam – eine ideale Gelegenheit für Unkraut, sich ungehindert auszubreiten und den Garten zu erobern.

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