Kohlrabi-Anbau leicht gemacht: So gelingt die eigene Anzucht im Garten und Haus
Kohlrabi selbst anbauen: Tipps für erfolgreiche Anzucht

Kohlrabi selbst anbauen: Einfache Anleitung für Gartenfreunde

Kohlrabi zählt zu den beliebtesten Gemüsesorten in deutschen Gärten und erfreut sich großer Beliebtheit bei Hobbygärtnern. Das knackige Gemüse gilt als besonders unkompliziert in der Kultivierung und eignet sich daher hervorragend für Einsteiger in den Gartenbau. Mit der richtigen Anleitung können auch Anfänger erfolgreich Kohlrabi anbauen und ernten.

Die richtige Zeit für die Aussaat

Der optimale Zeitpunkt für den Kohlrabi-Anbau variiert je nach Sorte und gewünschter Erntezeit. Grundsätzlich lässt sich Kohlrabi vom späten Winter bis in den Herbst hinein kultivieren. Zwischen Aussaat und Ernte vergehen in der Regel 12 bis 20 Wochen, abhängig von der gewählten Sorte und den Wachstumsbedingungen.

Für die Direktsaat ins Freilandbeet ist meist ab April der richtige Zeitpunkt gekommen. Wer einen Wachstumsvorsprung erzielen möchte, kann bereits im Haus mit der Vorzucht beginnen. Hier sollten etwa sechs Wochen bis zum Auspflanzen der Jungpflanzen ins Freie eingeplant werden. Die ideale Keimtemperatur liegt bei 16 bis 20 Grad Celsius – unter diesen Bedingungen zeigen sich die ersten Keimlinge bereits nach sechs bis zehn Tagen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Zwei bewährte Methoden der Anzucht

Für die Anzucht von Kohlrabi stehen zwei einfache Methoden zur Auswahl:

  1. Gemeinschaftliche Anzucht in einer Schale mit späterem Vereinzeln der Pflanzen
  2. Direkte Aussaat in Einzeltöpfe mit einem Durchmesser von vier bis fünf Zentimetern

Da nicht jeder Samen zuverlässig keimt, empfiehlt es sich, pro Topf zwei Samen auszulegen. Sollten beide Samen keimen, wird die schwächere Pflanze knapp über dem Boden abgeschnitten, um der kräftigeren Pflanze ausreichend Raum für die Entwicklung zu geben.

Optimale Bedingungen für gesundes Wachstum

Vor der Aussaat sollte die Anzuchterde leicht angedrückt und vorsichtig angegossen werden. Dies verhindert, dass die feinen Samen beim späteren Gießen zu tief in die Erde rutschen. Die optimale Saattiefe beträgt 0,5 bis 1 Zentimeter. Zum Gießen eignen sich besonders eine Ballbrause oder Sprühflasche, um die zarten Keimlinge nicht zu beschädigen.

Während der Keimphase ist es entscheidend, die Erde gleichmäßig feucht zu halten, ohne sie zu durchnässen. Eine Abdeckung mit Folie oder ein Zimmergewächshaus verhindern das schnelle Austrocknen der Erde. Wichtig ist tägliches kurzes Lüften, um Schimmelbildung vorzubeugen.

Sobald die Keimlinge sichtbar werden, benötigen sie etwas kühlere Temperaturen und vor allem ausreichend Licht. Bei Lichtmangel neigen die Pflanzen dazu, lang und dünn zu wachsen statt kräftig und stabil.

Die Vorbereitung für das Freiland

Bis zum Auspflanzen ins Gartenbeet benötigen die Jungpflanzen regelmäßige Wassergaben und einen hellen Standort. Etwa eine Woche vor dem Umzug ins Freie beginnt das sogenannte Abhärten der Pflanzen. Dabei werden sie zunächst tagsüber geschützt im Freien platziert und später immer länger den Außenbedingungen ausgesetzt. Dieser Prozess gewöhnt die Pflanzen schrittweise an Sonneneinstrahlung, Wind und Temperaturschwankungen.

Die Vorzucht im Haus bietet mehrere Vorteile: Die Jungpflanzen starten mit einem deutlichen Wachstumsvorsprung ins Freiland und können entsprechend früher geerntet werden. Zudem sind sie während der kritischen Keimphase im Haus vor Schnecken und anderen Schädlingen geschützt. Temperatur und Wasserzufuhr lassen sich in der geschützten Umgebung gezielt steuern und optimieren.

Mit diesen grundlegenden Tipps steht einer erfolgreichen Kohlrabi-Ernte aus eigenem Anbau nichts mehr im Weg. Das vielseitige Gemüse bereichert nicht nur den Speiseplan, sondern bietet auch Gartenanfängern ein befriedigendes Erfolgserlebnis beim eigenen Gemüseanbau.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration