Gartenexperte erklärt: Warum Sanden Ihren Rasen gesünder und dichter macht
Rasenpflege: Warum Sanden so wichtig ist

Gartenexperte erklärt: Warum Sanden Ihren Rasen gesünder und dichter macht

Ein dichter, sattgrüner Rasen ist der Stolz jedes Gartenbesitzers. Doch um dieses Ziel zu erreichen, reicht regelmäßiges Mähen allein nicht aus. „Sanden ist das entscheidende Stichwort für eine optimale Rasenpflege“, betont Dr. Harald Nonn, Experte der Deutschen Rasengesellschaft e. V. Doch was genau verbirgt sich hinter dieser Methode und warum ist sie so effektiv?

Die Wirkung von Sand auf den Rasenboden

„Sand erhöht die Durchlässigkeit des Bodens und reduziert gleichzeitig unerwünschten Rasenfilz“, erklärt Dr. Nonn im Gespräch. Besonders bei stark verfilzten Flächen könne diese Maßnahme wahre Wunder bewirken. Allerdings warnt der Experte davor, den benötigten Materialbedarf zu unterschätzen. „Für eine Rasenfläche von 200 Quadratmetern benötigt man bei einer drei Millimeter dicken Sandschicht bereits etwa eine Tonne Sand“, so Nonn. „Wenn zusätzlich eine Aerifizierung durchgeführt wird, verdoppelt sich diese Menge sogar.“

Die richtige Sandwahl und Bodenanalyse

Doch nicht jeder Sand eignet sich gleichermaßen. „Idealerweise verwendet man gewaschenen Quarzsand mit einer Körnung zwischen 0,2 und 0,4 Millimetern“, empfiehlt Dr. Nonn. Dieser verhindere, dass unerwünschte Samen in den Boden gelangen. Pro zehn Quadratmeter Rasenfläche werden etwa 100 Liter dieses speziellen Sands benötigt.

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Grundlegend für einen gesunden Rasen ist jedoch die Bodenqualität. Wer unsicher ist, sollte professionelle Bodenproben analysieren lassen. „Die Zusammensetzung aus Säure- und Laugenwert, Nährstoffgehalt und Bodenkonsistenz beeinflusst das Wachstum der Graspflanzen maßgeblich“, betont der Rasenexperte.

Gründliche Vorbereitung ist entscheidend

Vor dem eigentlichen Sanden muss der Rasen sorgfältig vorbereitet werden. Dazu gehören das Entfernen von Wildkräutern, das Ausstechen tiefwurzelnder Pflanzen wie Löwenzahn, Mähen und Vertikutieren. Diese Maßnahmen lockern den Boden auf und verbessern die Sauerstoffzufuhr, was wiederum den Mikroorganismen im Boden zugutekommt.

Kombination aus Sanden und Düngen

Nach dem Vertikutieren werden zwei bis fünf Liter Sand pro Quadratmeter aufgetragen. Gleichzeitig bietet sich eine Düngung an. „Kalk, Hornspäne, Kompost oder spezieller Rasendünger sind ausgezeichnete Optionen“, erklärt Dr. Nonn. Auch das Nachsäen von Grassamen fördert die gewünschte Verdichtung des Rasens.

Die Mischung aus Sand und Beigaben sollte gründlich in den Boden eingearbeitet werden. Abschließend ist ausgiebiges Wässern unerlässlich, damit der Rasen die Nährstoffe optimal aufnehmen kann und sich die gewünschte Wirkung entfalten kann.

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