Experten warnen: Salz gegen Unkraut schadet Rasen und Boden nachhaltig
Salz gegen Unkraut: Experten warnen vor dauerhaften Schäden

Vorsicht vor vermeintlichem Gartentrick: Salz zerstört Rasen und Boden

Immer häufiger wird im Internet ein vermeintlich einfacher und kostengünstiger Tipp zur Unkrautbekämpfung verbreitet: die Anwendung von gewöhnlichem Kochsalz auf dem Rasen. Was zunächst wie eine harmlose Hausmittel-Lösung erscheint, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als gefährliche Methode, die langfristige Schäden verursachen kann.

Experte der Deutschen Rasengesellschaft warnt eindringlich

Dr. Harald Nonn von der Deutschen Rasengesellschaft stellt unmissverständlich klar: „Salz gehört auf die Pommes oder aufs Frühstücksei und nicht auf Pflanzen oder in den Boden.“ Der Fachmann erklärt, dass Salz zwar durch Entzug von Wasser grüne Pflanzen verätzen kann, dabei jedoch die Umwelt über Gebühr belastet wird.

Vielfältige negative Auswirkungen auf Boden und Pflanzen

Viele Gartenbesitzer bedenken nicht, dass Salz nicht selektiv wirkt. Es trifft nicht nur das unerwünschte Unkraut, sondern schädigt auch die Rasengräser selbst. Dr. Nonn zählt die konkreten Probleme auf:

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram
  • Salz verdrängt wichtige Pflanzennährstoffe aus dem Boden
  • Ein Überschuss an Natrium stört den Stoffwechsel der Pflanzen
  • Das Bodenleben wird negativ beeinflusst oder sogar abgetötet
  • Die Bodenstruktur kann nachhaltig zerstört werden
  • Eine Nachsaat ist dann für lange Zeit unmöglich

Der Boden versalzt und wird damit als Standort für Pflanzen unbrauchbar – auch für den eigenen Rasen.

Bessere Alternativen zur Unkrautbekämpfung

Für den Experten steht fest: „Eine flächige Anwendung von Salz, zum Beispiel gegen Klee oder Ehrenpreis, im Rasen scheidet somit aus.“ Stattdessen empfiehlt Dr. Nonn mechanische Methoden: „Bei einer Einzelpflanzenbekämpfung kann man mit vergleichbarem Aufwand das Unkraut auch mechanisch entfernen, also ausstechen.“

Salz hat im Garten nichts verloren

Egal ob bewachsene oder unbewachsene Fläche – Salz hat dort nichts zu suchen, so der Fachmann. Die negativen Folgen seien seit Langem bekannt. Beim Streusalz im Straßenverkehr werde der Einsatz deshalb so weit wie möglich reduziert. In vielen Kommunen ist Salz auf Gehwegen sogar verboten.

Dass ausgerechnet Salz im Internet als Wundermittel gegen Unkraut angepriesen wird, findet der Experte verrückt. Gartenbesitzer sollten sich stattdessen auf bewährte, umweltschonende Methoden der Unkrautbekämpfung konzentrieren, die den Rasen und den Boden langfristig gesund erhalten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration