Bitterfelds Goitzsche-Wächter: BUND-Umweltschützer schneiden Kunstwerke frei
BUND schneidet Goitzsche-Kunstwerke frei - Ausnahme für Naturschutz

Bitterfelds Goitzsche-Wächter: BUND-Umweltschützer schneiden Kunstwerke frei

In einem ungewöhnlichen Schritt haben Umweltschützer des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Bitterfeld zur Motorsäge gegriffen, um die berühmten Goitzsche-Wächter-Kunstwerke von überwucherndem Ginster zu befreien. Diese Aktion stellt eine bemerkenswerte Ausnahme im strengen Wildnis-Konzept des Naturschutzverbands dar, der normalerweise jeglichen menschlichen Eingriff in die Natur der Goitzsche vermeidet.

Eine seltene Ausnahme für den Erhalt von Kunst

Die Freiwilligen des BUND mussten mit schwerer Technik anrücken, um die Skulpturen des Künstlers Anatol Herzfeld (1931-2019) freizuschneiden. Dieser Einsatz war notwendig, da der Ginster die Kunstwerke zunehmend überwucherte und ihren Erhalt gefährdete. Normalerweise gilt in dem 1.300 Hektar großen Gebiet, das der BUND vor 25 Jahren erworben hat, das Prinzip, die Wildnis möglichst unberührt zu lassen.

Wie es zu dieser besonderen Maßnahme kam, erklärt sich durch die einzigartige Situation: Die Goitzsche-Wächter sind nicht nur künstlerisch wertvoll, sondern auch ein Symbol für die Region. Der BUND entschied sich daher, von seiner strengen Regel abzuweichen und aktiv einzugreifen, um diese kulturellen Schätze zu bewahren. Diese Entscheidung unterstreicht die Balance zwischen Naturschutz und dem Erhalt kulturellen Erbes.

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Die Aktion fand in Holzweissig statt und wurde von Jan Wätzold dokumentiert. Sie zeigt, dass Umweltschützer in Ausnahmefällen bereit sind, pragmatische Lösungen zu finden, selbst wenn dies bedeutet, von etablierten Prinzipien abzuweichen. Dieser Fall könnte als Beispiel für ähnliche Situationen in anderen Naturschutzgebieten dienen, wo Kunst und Natur in Konflikt geraten.

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