Erster Storch in Güstrow gesichtet: Frühlingsbote Adebar kehrt zurück
Im Schweriner Viertel von Güstrow hat sich bereits der erste Storch des Jahres niedergelassen. Die Sichtung an der ehemaligen Fischfabrik sorgt für besondere Freude und Aufregung bei den Einwohnern, denn der Storch gilt traditionell als Bote des Frühlings und des Glücks.
Experten beruhigen: Ausreichend Nahrung vorhanden
Viele Bürger fragten sich besorgt, ob der Storch zu früh angekommen sei und ob er bei den aktuellen winterlichen Bedingungen genügend Futter finden könne. Reinhard Schaugstat von der Landesarbeitsgruppe Weißstorchschutz gibt jedoch Entwarnung: „Nebel, Schanze und Stadtgräben sind eisfrei und sein Gefieder ist wintertauglich. Selbst bei minus zehn Grad und Schneelage findet der Allesfresser jetzt genügend Futter.“
Die ersten Meldungen über die Ankunft des Storches kamen von Ulrich Ernst, Dieter Plaschek und Reinhard Schaugstat. Bereits am vergangenen Freitag wurde der Vogel im Schweriner Viertel beobachtet.
Traditionelle Ankunftszeiten und regionale Besonderheiten
Monika Schaugstat, Ehefrau des Storchenschützers, weist darauf hin, dass die Ankunft in diesem Jahr nicht ungewöhnlich früh sei: „Sonst ist er sogar noch früher heimgekommen, meistens um den 9. oder 10. Februar. Da waren die letzten Winter auch etwas milder.“
Interessant ist die regionale Verteilung der ersten Störche: Der erste Storch in der Region sei meist der Belitzer, erklärt Monika Schaugstat. Auch dieser Adebar bei Neu Heinde sei bereits entdeckt worden, allerdings gebe es bislang noch keine offiziellen Nachweise. „Und der Schnee macht den Vögeln nichts aus“, betont sie mit ihrer langjährigen Erfahrung.
Die Landesarbeitsgruppe Weißstorchschutz beobachtet die Entwicklung der Storchenpopulation in der Region kontinuierlich und steht für Fragen besorgter Bürger zur Verfügung. Die Rückkehr der Störche bleibt jedes Jahr ein besonderes Ereignis, das die Menschen in Güstrow und Umgebung mit Spannung verfolgen.



